Gutes tun im Berufsalltag

Kleine Gesten, große Wirkung: Warum gute Taten uns gut tun

Motivation am Montag von Nicola Fritze, Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und Motivation

  • 12th Dez 2016
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Vor wenigen Wochen raste eine Nachricht durch das Netz: Ein spanischer Unternehmer habe seinem Heimatdorf um die zwei Millionen Euro vermacht. Und zwar pro Einwohnerin und Einwohner. Sie alle könnten nun sorgenfrei leben.

„Was für ein Geschenk!“, dachte ich mir. Normalerweise lesen wir in den letzten Monaten schließlich eher von Steuertricks und Steuerbetrug. Da klang das Beispiel des Corona-Gründers Antonino Fernandez irgendwie deutlich inspirierender.

Tja, wenige Tage später stellte sich heraus: die Story war eine Ente. Fernandez hat sein Vermögen vor allem seinen Geschwistern vermacht. Schade für die Menschen im spanischen Castile-Leon! Die hätten sich sicherlich gefreut über den Geldregen.

Die kleinen Dinge…

Und trotzdem: mich hat der Fall motiviert, ein wenig nachzudenken. Der Erfolg der Falschmeldung zeigt, wie sehr wir nach solchen inspirierenden Beispielen suchen. Immer wieder gehen Nachrichten durchs Netz, die einfach nur zeigen: es gibt viele Menschen, die Gutes tun, Großes und Kleines. Da war die Erbschaftsstory nur eine besonders exzentrische.

Neulich lief beispielsweise ein Video durchs Netz, in dem ein U-Bahn-Passagier in New York einem fast unbekleideten Obdachlosen sein T-Shirt schenkt. Eine kleine Geste – mit großer Wirkung. Sie zeigt: wenn wir aufmerksam durchs Leben laufen, können wir schon mit kleinen Taten einen Unterschied machen.

Es muss also gar nicht das Millionenerbe sein (auch wenn es natürlich schön wäre, wenn mehr reiche Menschen ihr Geld an gute Zwecke geben würden). Viel wichtiger sind im Alltag wohl die kleinen Entscheidungen: helfe ich, oder helfe ich nicht? Ob wir einer alten Frau beim Tragen der Einkaufstasche helfen, einem Vater den Kinderwagen mit die Treppen hochtragen, oder einfach als Lesepaten in Schulen gehen – es gibt jeden Tag unzählige Möglichkeiten, sein Herz durch Taten sprechen zu lassen.

Gutes tun im Arbeitsalltag

Das gilt übrigens auch und gerade für den Arbeitsalltag. Teams und Organisationen leben dadurch, dass wir aufeinander achten und uns gegenseitig gut behandeln. Das kann die Tasse Kaffee sein, die wir der Kollegin unaufgefordert bringen. Oder, dass wir einem überarbeiteten Mitarbeiter Unterstützung anbieten. Oder uns für den Praktikanten mehr Zeit nehmen als sonst. Solche Gesten kommen an – und machen das Leben schöner.

Denn die Wahrheit ist: wenn wir helfen, geht es uns allen besser, also auch uns selbst. Gerade im Vergleich zum Tunnelblick oder dem Verschließen der Augen. Wir alle haben es in der Hand, Tag für Tag einen kleinen Unterschied zu machen, der das Leben für uns gemeinsam besser macht. Nicht nur in der Vor-Weihnachtszeit, liebe Chefs und Führungskräfte…

Über Nicola Fritze

Nicola Fritze ist erfolgreiche Rednerin, Trainerin, Podcasterin und Buchautorin zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation. Die Pädagogin ist zudem gefragte Beraterin für Unternehmen zu strategischen Fragen der Mitarbeitermotivation. Ihr Buch „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“ ist seit 2013 auf dem Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nicolafritze.de.