Mitarbeiterinnen fördern

Mitarbeiterinnen zum Strahlen bringen: Was Führungskräfte tun können, um die Frauen im Team aktiv zu fördern

Gendermanagement: Eine Kolumne von Nicola Fritze, Trainerin für Persönlichkeitsentwicklung und Motivation

  • 20th Dez 2016
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Gutes tun hat gerade wieder Saison. Anderen Menschen eine Freude machen, Augen zum Strahlen bringen. Schön wäre es, wenn wir uns nicht nur zur Weihnachtszeit darum bemühen und auch Unternehmen vom Glanz der vielen Lichter mehr mitnehmen würden. Wie können Sie Mitarbeiterinnen eine Freude machen – nicht nur mir Früchtepunsch und Dominosteinen, nicht nur zur Weihnachtszeit? Hier ein paar ganz einfache Tipps:

  1. Ermutigen

Frauen reden in Meetings weniger als Männer. Um so wichtiger, dass Sie die Frauen in Ihren Team ermutigen, wenn sie die Stimme erheben. Gerade bei introvertierten Personen gilt: Loben Sie im Nachgang! „Was Sie gesagt haben, war wichtig. Bringen Sie sich nächstes Mal wieder so aktiv ein!“.

  1. Den Rücken freihalten

Die Forschung zeigt: Frauen werden öfter von Männern unterbrochen und „gegen die Wand geredet“, als das Männern passiert. Um so wichtiger, dass Sie Ihren Kolleginnen den Raum freihalten. Wenn ein Teammitglied unterbrochen worden ist, bewahren Sie als Moderator Ruhe. Warten Sie das Ende des Wortbeitrags des Störers ab – und geben Sie der Kollegin, die unterbrochen worden ist, das Wort zurück: „Frau Müller hat gerade etwas Wichtiges ausgeführt, bevor sie unterbrochen worden ist. Frau Müller, können Sie Ihren Gedanken für uns noch zu Ende führen?“. Das macht Eindruck. Und wenn das ein paar Mal passiert, wird das mit dem Unterbrechen auch weniger werden…

  1. Weibliche Erfolge ins Schaufenster stellen

Frauen sprechen in der Regel weniger über ihren Erfolg als Männer. Das ist ein Problem – so scheint es, als würden nur die männlichen Kollegen Bemerkenswertes leisten. Sie als Führungskraft können hier gegensteuern. Sprechen Sie in Meetings über die Erfolge, die Kolleginnen erzielt haben. Gerade in Führungsrunden können Sie so den Scheinwerfer auf Kolleginnen richten, die ihr Licht sonst eher unter den Scheffel stellen.

  1. Stellen Sie Frauen in die erste Reihe

Prüfen Sie sich: Wo können Sie Frauen im Alltag ein Podium bieten? Beispiele gefällig? Sie könnten Frauen zum Beispiel immer das erste Wort in Meetings erteilen. Sie können darauf achten, dass Frauen Team-Ergebnisse präsentieren. Und Sie können sicherstellen, dass Projektleitungen und Teams zumindest paritätisch besetzt sind. So halten Sie den Raum für weibliche Performance – viel Wirkung, wenig Aufwand!

Über Nicola Fritze

Nicola Fritze ist erfolgreiche Rednerin, Trainerin, Podcasterin und Buchautorin zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation. Die Pädagogin ist zudem gefragte Beraterin für Unternehmen zu strategischen Fragen der Mitarbeitermotivation. Ihr Buch „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“ ist seit 2013 auf dem Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nicolafritze.de.