Mitarbeiter meditiert auf Parkbank

Resilienz – die Strategie der Erfolgreichen

Auf Dauer mehr Power: Eine Kolumne von Melanie Kohl, Expertin für mentale und emotionale Stärke

7 Tipps wie Sie Resilienz fördern

Entscheidungen unter Zeitnot, Kreativität auf Knopfdruck, innovative Konzepte und jeden Tag eine Top-Performance. Wir leben in einer Zeit des Wandels. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern sich rasant. Umstrukturierungen und Reorganisationen sowie begleitender Zeit und Leistungsdruck prägen das heutige Arbeitsgeschehen. Diese Veränderungen stellen an Unternehmen und den Einzelnen neue Anforderungen. Herausforderungen gehören zum Berufsleben, doch nur wer mit Druck und Stress umgehen kann, wird sie erfolgreich meistern. Resilienz gehört zu den Business Skills der Zukunft. Die Aufgaben von Führungskräften sind vielseitig und oft herausfordernd. Sie führen und motivieren Mitarbeiter, steuern Projekte und sind verantwortlich die Unternehmensziele zu planen und zu erreichen. Dabei sollen sie stets leistungsfähig, produktiv, kreativ sowie empathisch und gelassen sein. Stress, Konzentrationsschwäche, Sorgen oder Ängste sind dabei eher hinderlich. Hilfreich hingegen ist die innere Stärke – die so genannte Resilienz.

Mit Druck und Stress umgehen können

Der Begriff hat seinen Ursprung im lateinischen Verb „resilire“, was so viel wie „zurückspringen“ oder „abprallen“ bedeutet. „Resilienz ist die Fähigkeit, mit innerer Widerstandskraft und mentaler Stärke auf Krisen und Störungen bewusst reagieren zu können und persönliche Rückschläge zu verkraften oder berufliche Krisen konstruktiv zu bewältigen. Resiliente Menschen nehmen ihre Gefühle bewusster wahr als andere und können diese auch steuern. Auch wenn sie schwere Rückschläge erleben oder vor großen Herausforderungen stehen, beeinflussen ihre Emotionen nicht ihr Handeln. Sie bleiben ruhig und gelassen und meistern zielorientiert jede Situation.

Wenn sich die Bankkauffrau am Schalter wegen eines unhöflichen Kunden ärgert und nicht wütend reagiert, steuert sie ihre Emotionen. Wenn der Rechtsanwalt trotz privater Probleme seine Kunden freundlich begrüßt, steuert er seine Emotionen. Und auch der Abteilungsleiter, der mit den neuesten Umstrukturierungsmaßnahmen nicht einverstanden ist und trotzdem versucht, Mitarbeiter dazu zu motivieren, steuert seine Emotionen.

Resilienz – Die neue Kernkompetenz für Mitarbeiter und Führungskräfte

Arbeitnehmer mit diesen Fähigkeiten stehen bei Unternehmen hoch im Kurs. Kein Wunder, denn die permanenten Veränderungen, das Tempo und der Erfolgsdruck im Berufsleben bringen auch immer mehr unvorhergesehene Rückschläge und Schwierigkeiten mit sich. Mitarbeiter, die sich davon nicht entmutigen lassen, sondern nach Lösungen suchen, sind wertvolle Motivatoren für das Team und unersetzlich für das Unternehmen. „Resilienz bedeutet höhere psychische Belastbarkeit und ist in Zeiten von vermehrten Burnouts und Depressionen zu einer zentralen Kernkompetenz geworden.

Werte wie körperliche Leistungsfähigkeit, Motivation, Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung werden in Zukunft eine entscheidende Rolle im Wettbewerb spielen. Dabei sind zufriedene und gesunde Mitarbeiter Voraussetzung für langfristigen Unternehmenserfolg. Mit beruflichen Weiterbildungen und einem betrieblichen Gesundheitsmanagement können Unternehmen diese Werte bei Mitarbeitern und Führungskräften fördern.

 

7 Tipps für mehr Resilienz

Mit diesen Tipps können Sie Ihre Resilienz fördern.

Akzeptieren Sie Niederlagen.
Die Dinge laufen nun mal nicht immer so, wie wir es planen und gerne hätten. Das ist aber keine böse Macht, die sich Sie richtet. Es passiert einfach. Je eher Sie das akzeptieren, desto eher erkennen Sie in Niederlagen aber zugleich auch Chancen. Denn auch die eröffnen sich resilienten Menschen dabei immer.

Richten Sie Ihren Blick auf Lösungen.
Wer sich auf die Suche nach einem Ausweg konzentriert, wird mit den vor ihm liegenden Problemen besser fertig. Dann werden die Lösungen zu Zielen, auf die hingearbeitet werden kann.

Bauen Sie ein Netzwerk auf
In Krisenzeiten ist es besonders hilfreich, wenn man nicht allein steht. Ein berufliches Netzwerk und Freundschaften zu Kollegen können in schweren Zeiten Unterstützung bieten. Seien Sie bereit, Hilfe von außen anzunehmen.

Suchen Sie neue Herausforderungen.
Wer sich fortwährend weiterentwickelt, sammelt neue Erfahrungen, erweitert das eigene Spektrum und rüstet sich für kommende Krisen. Kurz: Resilienz rechnet immer auch damit, sich weiterzuentwickeln.

Abstand gewinnen
Viele Dinge belasten nur deshalb, weil man sie persönlich nimmt. So sieht mancher den Wald vor lauter Bäumen nicht und regt sich über Dinge auf, die ihn sonst kaum beschäftigen würden. Gewinnen Sie Abstand, indem Sie versuchen, Situationen mit den Augen einer anderen Person zu betrachten. Wenn einen Dinge nicht mehr direkt betreffen, kann man viel gelassener an sie herangehen.

Ändern Sie Ihre eigene Wahrnehmung
Fast jeder Tag bringt Situationen, über die wir uns ärgern. Ein verpasster Zug, ein Streit mit dem Kollegen, Überstunden. Versuchen Sie trotz des Ärgers darüber, jedem Übel auch etwas Positives abzugewinnen. Einen positiven Effekt gibt es immer und sei er noch so klein.

Halten Sie sich fit
In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder (und resilienter!) Geist. Wenn Sie sich stark und gesund fühlen, wird Sie so schnell nichts aus der Bahn werfen.

Über Melanie Kohl

Melanie Kohl ist Expertin für emotionale Stabilität, mentale Stärke und Achtsamkeit. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt Sie ganzheitliche Konzepte, um Menschen und Organisationen zu mentaler und emotionaler Stärke zu entwickeln und ihr optimales Leistungsvermögen zu entfalten.