Das Chef-Gen

Haben Sie wirklich das Chef-Gen?

So erkennen Sie, ob Ihnen die Führungsposition tatsächlich im Blut liegt

Manchen liegt die Rolle als Führungskraft einfach im Blut. Schon in der Kindheit lässt sich erkennen, wer ein Entscheider und Macher ist. Wie sieht es mit Ihnen aus, sind Sie der geborene Chef und was macht einen guten Chef überhaupt aus?

Letzteres ist erst einmal nicht pauschal zu beantworten. Wo der eine Mitarbeiter eher mit Kuschelkurz, Lob und Anerkennungen zu Höchstleistungen aufläuft, muss ein anderer den Druck spüren, um das beste aus sich herausholen zu können.

Neben Soft Skills wie Fairness, Selbstreflektion, Wertschätzung, Toleranz und Empathie soll es den meisten deutschen Arbeitnehmern aber besonders wichtig sein, das ihr Chef sie fördert und sie Stärken ausbauen zu können. Darin seien sie sich einig. Das geht zumindest aus einer Statista-Erhebung hervor. Demnach spielt auch ein angenehmes Arbeitsumfeld eine wichtige Rolle, wobei der Führungsstil des Vorgesetzten natürlich einen relevanten Faktor darstellt.

Eine weitere Eigenschaft ist die Anerkennung, von der sich deutsche Arbeitnehmer weitaus mehr wünschen würden (Befragung Toluna/Sodexo):

Führungskompetenz lässt sich bereits im Kindesalter feststellen…

Vom Klassensprecher zum Big Boss

Schon als Kind lässt sich erkennen, ob Führungskompetenz vorhanden ist und wer das Chef-Gen bereits in sich trägt. Eine aktuelle Erhebung der privaten Otto Beisheim School of Management ergab, dass Klassen- und Schülersprecher überdurchschnittlich häufig auch im späteren Berufsleben eine Führungsrolle übernehmen. Analysiert wurden Chefs börsennotierter Unternehmen und deren typischen Eigenschaften. Die Untersuchung zeigte, dass knapp 60% der Befragten schon im Kindesalter Verantwortung übernahmen, sei es als Klassensprecher oder als ehrenamtliches Mitglied in einem Verein.

Was haben Geschlecht und Herkunft mit dem Chef-Gen zu tun?

Weitere Ergebnisse der Untersuchung lauteten: Der typische deutsche Entscheider ist männlich, verheiratet und Familienvater. Nicht nur das Geschlecht soll Einfluss haben, sondern auch die Herkunft. Führungskräfte mit einem großbürgerlichen Familienhintergrund steigen demnach schneller die Karriereleiter hinauf.

Generell stammt fast jeder zweite Befragte aus einem eher einkommensstarken, intakten Elternhaus. Geldsorgen in der Kindheit kannten sie nicht. Dafür engagieren sich diese Führungskräfte jedoch sehr stark für soziale Projekte.

Studiert haben alle Befragten, die meisten haben sich für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften entschieden. 13 Prozent der Vorstände haben außerdem einen MBA, 39 Prozent einen Doktortitel. Ist das Chef-Gen also im weitesten Sinne auch erlernbar?

Fazit

Wie steht es mit Ihnen, haben Sie sich wiedergefunden bezüglich Herkunft, Geschlecht und / oder Ausbildung? Unsere Meinung: Ganz gleich wo Sie herkommen und ob Sie das Chef-Gen schon immer in sich hatten oder nicht: Wichtig ist es, dass Ihre Mitarbeiter mit Ihnen zufrieden sind und Sie es schaffen Sie zu motivieren und die bestmögliche Leistung dank Anerkennung und Co. aus ihnen herauszuholen. Und wer weiß, vielleicht ist das Chef-Gen doch erlernbar. Denken Sie nur an Kanzlerkandidat Martin Schulz oder Mark Zuckerberg.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.