Geschäftsmann mit Clown-Nase und bunter Perücke

Fasching im Büro – Narrenfreiheit für Vorgesetzte und Mitarbeiter?

Do‘s und Dont’s für Chef-Jecken und ihre Angestellten

Helau, Äla, Alaaf: Die Jecken stehen wieder in den Startlöchern und auch der eine oder andere Mitarbeiter ist mit Sicherheit ein echter Karneval-Fan. Doch wie sollten Sie sich als Chef eigentlich in diesen Tagen verhalten? Können Sie Ihre Krawatte an Weiberfastnacht getrost entbehren oder drohen postwendend Autoritätseinbußen? Wie sieht es aus mit einer Faschingsparty im Büro? Teammaßnahme oder Kontrollverlust? Wer gewisse Punkte im Auge behält, für den muss das närrische Treiben im Büro keineswegs zur Belastungsprobe werden.

Kostümiert – Gaudi oder peinlicher Auftritt?

Kostüme im Büro sind ein Thema, das sehr unterschiedlich gehandhabt wird. In vielen Branchen sind sie z. B. aus medizinischen Gründen gar nicht erlaubt. Steht der Kostümierung allerdings nichts im Wege, ist die Team-Verkleidung eine schöne Idee. So könnten die Angestellten der Buchhaltung beispielsweise geschlossen als Harry Potter verkleidet zur Arbeit erscheinen – gemeinsam lachen und einmal im Jahr auch optisch Zusammengehörigkeit demonstrieren. Das stärkt den Teamgeist, sorgt für gute Stimmung im Büro und das Team mit der besten Verkleidung kann mit einem tollen Gewinn gekrönt werden. So macht Mitarbeiterbindung Spaß. Sollte man sich als Gruppe für ein bestimmtes Motto entschieden haben, sollte allerdings auch jeder mitziehen und sich nicht als Außenseiter positionieren – auch nicht der Chef.

Fasching für Chefs und Führungskräfte – Krawatte an oder ab?

Manche Faschingsrituale sind in ganz Deutschland verbreitet. So ist es an Weiberfastnacht üblich, dass Frauen Männern die Krawatten abschneiden. Manche Chefs haben große Sorge um ihre Garderobe und ziehen an Karneval grundsätzlich keine Krawatte an. Wenn sie so handeln, identifiziert man sie schnell als Spaßbremse und der negative Ruf ist ihnen sicher. Chefs legen am besten eine ausgediente Krawatte an und machen das Spektakel einfach mit. Manchmal muss man eben ein wenig lockerer sein, vor allem als Chef im Rheinland. Sollte an diesem Tag ein wichtiger Kundentermin anstehen, nehmen Sie sich besser eine Ersatzkrawatte mit.

Falle Feierlaune?

Faschingspartys in der Firma kommen immer gut an. Sie sollten allerdings auf freiwilliger Basis stattfinden, das Erscheinen also kein Muss sein. Nicht jedem Mitarbeiter ist der Fastnachtstrubel eine Freude. Doch, sträuben Sie sich als Chef nicht dagegen, sollte sich ein Angestellter mit solchem Vorhaben an Sie richten. Eine Faschingsparty im eigenen Betrieb wirkt sich positiv auf das Betriebsklima aus und motiviert. Achtung ist beim Thema Alkohol geboten. Bei der Firmenparty sollte man höchstens ein oder zwei Gläser trinken und sich niemals im betrunkenen Zustand zeigen – auch nicht zur Narrenzeit.

Versehentlich das Du angeboten?

Unter Alkoholeinfluss rutscht vielen das Du heraus oder wird von Vorgesetzten zu leichtfertig angeboten. Selbst wenn die Stimmung absolut fantastisch ist, am besten bleibt man beim förmlichen Sie. Es kann durchaus sein, dass man sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnert, das Du angeboten zu haben oder noch schlimmer, es nicht mehr zurücknehmen kann. Das Motto lautet: Achtung und Alaaf.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.