In einem Puzzel wurde das Teilchen mit dem Wort Coaching durch Teilchen mit dem Wort Mentor ersetzt. Die anderen Teilchen tragen die Wörter Motivation, Job, Advice und Leadership

Talentmanagement: Junge Fachkräfte und High Potentials gewinnen, fördern und binden

Die Studie zeigt: USA ist den Deutschen voraus

TalentmanagementJedes Unternehmen möchte die besten Nachwuchskräfte für sich gewinnen. Viele Firmen haben bereits erkannt, dass sie ihre High Potentials fördern, integrieren, hegen und pflegen müssen, denn sie sind erfolgsentscheidend und wichtig für Wettbewerb und Wachstum. Im War of Talents in Zeiten des Fachkräftemangels geht es hier besonders um die jungen Nachwuchstalente, die es von Anfang an zu fördern und zu fordern gilt. Unternehmen, die im Konkurrenzkampf bestehen wollen, sollten hier investieren.

Doch trotz dieses Wissens hapert es dabei in vielen Unternehmen an der umsetzung. High Potentials, kurz Hipos, sind Mitarbeiter mit dem Potenzial, irgendwann Schlüsselpositionen im Unternehmen zu übernehmen. Sie verfügen über eine hohe Leistungsbereitschaft, eine ausgeprägte soziale Kompetenz, mentale Stärke, eine überdurchschnittlich ausgeprägte Lern- und Weiterbildungsbereitschaft sowie internationale Erfahrungen auf ihrem Fachgebiet.

Laut Harvard Business Manager gilt: „High-Potentials übertreffen vergleichbare Kollegen regelmäßig und deutlich. Sie erreichen herausragende Leistungsniveaus und verhalten sich so, wie es der Kultur und den Werten ihres Unternehmens in vorbildlicher Weise entspricht. Darüber hinaus beweisen sie, dass sie überaus fähig sind, während ihrer gesamten Karriere innerhalb eines Unternehmens zu wachsen und Erfolg zu haben – und zwar schneller und effektiver als ihre Vergleichsgruppen.“
Nichts desto trotz besitzt die Mehrheit der von einer Reihe von Wissenschaftlern aus dem Feld des Personalmanagements und der Personalpsychologie befragten Unternehmen keine sogenannten Hipo-Förderprogramme und riskieren damit Einbußen bei ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Je größer ein Unternehmen, desto mehr Bedeutung wird High Potentials zwar beigemessen, doch dies reicht bei weitem noch nicht aus. Das belegt eine 2013 veröffentlichte Studie des Beratungshauses SHL. Danach werden in den USA rund drei Milliarden Dollar jährlich in High Potentials und deren Förderung investiert.

Trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage sollen zudem der Mitarbeitereinsatz und die Gehälter flexibler und schneller an aktuelle Gegebenheiten anpasst werden. Hierzulande sieht das leider anders aus. Vielen Personalentscheidern fehlt schlicht weg die Zeit. Dabei sind gerade  Führungskräfte die wichtigsten Akteure im Rahmen eines Talentmanagements. Denn „Mitarbeiter verlassen nicht ihr Unternehmen, sondern ihre Führungskräfte“, wie eine Gallup-Studie kürzlich belegte.

Hier fünf Tipps für Sie und Ihr Unternehmen im Kampf um die Talents:

 

  • High Potentials früh abholen – nutzen Sie das Recruiting-Portal TraYoTa: Hier erhalten Sie Zugriff auf eine Datenbank an Tausenden Talenten aus ganz Deutschland – diese kommen aus ganz  verschiedenen Fachrichtungen und sind sowohl Studierende als auch besonders begabte Schüler. Über www.trayota.com können Sie Ihnen folgen, Entwicklung beobachten und bei Interesse mit ihnen in Kontakt treten und eine monatliche finanzielle Förderung vereinbaren. Dafür verpflichtet sich das Talent, nach der Ausbildung einen gewissen Zeitraum für Sie zu arbeiten. Parallel dazu können auch Mentoring-Programme vereinbart werden, um das Talent selbst zu schulen und zu fördern.

 

 

  • Investieren Sie in Ihr Firmenimage. Besonders Arbeitgeberbewertungen über Portale wie www.kununu.com sind heute wichtige Referenzen für attraktive Arbeitgeber.

 

 

  •   Implementieren Sie feste Förderprogramm im Unternehmen zu Weiterbildungsmaßnahmen, Coachings, Auslandsaufenthalten, Trainee-Programmen, regelmäßigen Mitarbeitergesprächen und Belohnungsprogrammen.

 

 

  • Buchtipp: „Talent Management – Talente identifizieren, Kompetenzen entwickeln, Leistungsträger erhalten“ vom Adrian Ritz und Norbert Thom ( ISBN-10: 3834918113)

 

 

 

 

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.