Moderatorin vor der Kamera

Recruitment-Videos: Authentisch oder amateurhaft?

So gelingt Personal-Marketing in Bewegtbildern

Immer mehr Unternehmen wie BASF, Microsoft und Bertelsmann nutzen für Ihr Personalmarketing erfolgreich bewegte Bilder, um sich von den Massen abzusetzen. Über 100 Videos habe letzteres bereits produziert und dabei die Plattform YouTube als Recruiting-Kanal für sich entdeckt.

Auch Reiseanbieter Holidaycheck setzt auf Recruitment-Videos. Darin stellen die Mitarbeiter auf authentische Art und Weise das Unternehmen vor und scheinen wirklich Spaß an ihrem Job zu haben. Das Video wirkt sympathisch und ist ein gelungenes Beispiel in Sachen Job-Videoposting:

Etwas zu gut gemeint hat es vielleicht die Vinzenz-Gruppe, deren Recruitment-Video, unterlegt mit einem besonders emotionalen Song, eher wie eine Krankenhaus-Soap wirkt – allerdings ist das auch immer Geschmacksache:

 

Damit ein Recruitment-Video aber wirklich authentisch und nicht amateurhaft oder gar peinlich bei den Usern ankommt, gibt es beim Dreh einiges zu beachten:

1. Das Video sollte Spannung, Spaß und vor allem Emotion aufzeigen.

2. Sorgen Sie beim Dreh für eine entspannte Atmosphäre.

3. Lassen Sie die Protagonisten frei sprechen und vermeiden Sie vorgefertigte Aussagen.

4. Claims lieber einblenden als sie die Mitarbeiter aufsagen lassen.

5. Lassen Sie die Darsteller in ihren eigenen Worten reden.

6. Achten Sie darauf, dass der Redner nicht zu sehr ausschweift.

7. Übertreiben Sie es nicht und lassen Sie Ihre Mitarbeiter nicht tanzen, singen oder „auf extrem lustig oder cool machen“.

8. Halten Sie das Video kurz.

9. Schauen Sie sich an wie es andere machen und was Sie besser machen könnten (z.B. über http://www.whatchado.com/de/employers)

10. Engagieren Sie für Technik, Schnitt und Co. einen Fachmann.

Fazit: Recruitment-Videos sind in Zeiten des Fachkräftemangels eine tolle Möglichkeit neue Mitarbeiter zu gewinnen und das eigene Unternehmen ins rechte Licht zu rücken, indem man einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Diese Nähe trifft den Zeitgeist. Allerdings muss ein solches Video wirklich authentisch rüber kommen, ansonsten verzichtet man lieber darauf und setzt stattdessen besser auf Altbewährtes.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.