Frau macht beschämtes Gesicht

Personalwerbung: Do’s und Dont’s für erfolgreiche Recruiting-Kampagnen

So umgehen Sie peinliche Personalwerbung

Peinliche Personalwerbung

Fehler in der Personalwerbung wirken sich negativ aus

Rappende Chefs, tanzende Truckfahrer oder Banker mit Schauspielerambition: In Zeiten von Internet und Fachkräftemangel lassen sich Arbeitgeber so einiges einfallen, um neue Mitarbeiter auf sich aufmerksam zu machen und zu rekrutieren. Viele Unternehmen trumpfen mittlerweile mit emotionalen und mitreißenden Kampagnen auf, andere hingegen meinen es leider etwas zu gut – beim Anblick ihrer Personalwerbung steigt den Zuschauern die Röte ins Gesicht. Besonders Recruting-Videos können schnell lächerlich wirken. Es wird jedes Jahr sogar ein Preis für die peinlichsten Personalrekrutierungs-Kampagnen vergeben, die Goldene Runkelrübe. 2014 waren unter anderem eine Bank und ein Branchenverband für Facility Management unter den Favoriten. Damit Sie nicht der nächste Gewinner dieses Awards werden sollten Sie folgende Do’s und Dont’s der Personalwerbung beachten:

  1. Recruiting-Videos mit peinlich genau auswendiggelernten Texten und unnatürlicher Sprache rufen häufig den Fremdscharm bei den Zuschauern hervor. Wer vor der Kamera nicht frei sprechen kann hat hier nichts zu suchen. Die Botschaft muss ehrlich und authentisch beim Rezipienten ankommen.
  2. Bei jungen Fachkräfte anbiedern und auf „cool“ oder „voll crazy“ zu machen kommt gar nicht gut an. Auch hier gilt: Wer nicht authentisch ist, ist am Ende einfach nur peinlich. Rappende Chefs oder zu Celine Dion singende Ergotherapeuten funktionieren in den seltensten Fällen.
  3. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter zu Wort kommen. Wer kann besser Einblick in den Arbeitsalltag geben als die eigenen Angestellten?
  4. Supercoole Jobtitel wie Vision Clearance Engineer (Fensterputzer), die eher zu Verwirrung führen, werden ebenfalls eher belächelt. Seien Sie ehrlich und vermitteln Sie nicht das Gefühl irgendetwas beschönigen zu müssen. Zudem werden solche individuellen Begriffe ohnehin nicht in den Suchmaschinen aufgerufen.
  5. Engagieren Sie in jedem Fall einen Profi für den Video-Dreh oder die Social-Kampagne. Hier zu investieren lohnt sich garantiert!

Ein Preis für professionelle Personalwerbung:
Last but not least: Nehmen Sie sich erfolgreiche Kampagnen zum Vorbild. Diesen wird nicht die goldene Runkelrübe, sondern der HR Excellence Award vom Magazin Human Resources Manager vergeben. Unter den letzten Siegern befand sich unter anderem die Restaurantkette L’Osteria. Sie scheint mit ihrer Website und den Recruiting-Videos alles richtig gemacht zu haben. Letztere wirken ehrlich, echt und authentisch. Zur Liste mit allen Gewinnern in der Übersicht geht es hier: http://www.hr-excellence-awards.de/gewinnerliste-2014/ – einfach klicken und inspirieren lassen.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.