Frau erklärt Mann den PC

Neue Mitarbeiter integrieren

9 Tipps für den besseren Einstieg

Ausgestreckte Hand als DesktophintergrundErinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag? An das Gefühl, das Sie hatten, als Sie auf die neuen Kollegen trafen und gar nicht genau wussten, was Sie erwartet? Für die meisten ist dieser Tag mit viel Aufregung und zittrigen Knien verbunden. Allerdings auch mit viel Freude auf alles, was da Neues kommt. Niemand ist motivierter und engagierter als ein neuer Mitarbeiter. Um diese Motivation weiter zu stärken und den neuen Angestellten gut ins Team aufzunehmen gibt es einige simple Methoden, um Ihrem neuen Schützling den Einstieg erheblich zu erleichtern. Wir haben für Sie 9 Tipps zusammengestellt, wie Sie erfolgreich neue Mitarbeiter integrieren. Vergessen Sie nicht, erfolgreiche Mitarbeiterbindung beginnt schon am ersten Tag!

1. Die Begrüßung
Am ersten Tag sollten in jedem Fall Sie als Chef oder ein Abteilungsleiter den neuen Mitarbeiter persönlich begrüßen und seinen neuen Kollegen vorstellen. Ein Orientierungsgespräch vorab dient zur Klärung aller wichtigen, allgemeinen Fragen. Vermitteln Sie dem neuen Mitarbeiter ein Gefühl des Willkommenseins.

2. Der Arbeitsplatz
Ein freundlicher und komplett ausgestatteter Arbeitsplatz kann einem neuen Mitarbeiter den Einstieg erheblich erleichtern. Geben Sie dem neuen Angestellten aber auch die Chance, sich selbst einzurichten und eine schöne Umgebung schaffen. Bieten Sie ihm an, sich mit noch fehlendem Büromaterial und Pflanzen auszustatten. Hier ist sein Reich, hier soll er sich wohlfühlen. Idealerweise erhält der Neuling einen Platz inmitten der anderen Kollegen. Denn wer auch nach außen hin ein Teil des Teams ist, der kann wesentlich schneller ein Wir-Denken entwickeln.

3. Das Begrüßungspaket
Jeder freut sich über Geschenke. Förderlich für die Identifikation mit dem Unternehmen ist es ein kleines, gebrandetes Set zu erhalten. Enthalten sein könnten neben den obligatorischen USB-Stick auch ein Firmen-Shirt oder eventuell ein kleines Begrüßungsgeschenk.

4. Paten und Mentoren
Die Benennung eines Paten oder Mentoren ist eine schöne Methode, um neue Mitarbeiter zu integreren.  Der Pate oder die Patin gilt in der ersten Zeit als Ansprechpartner. Es handelt sich dabei in der Regel um einen Kollegen, der dem neuen Mitarbeiter in der ersten Zeit als Bezugsperson zur Verfügung steht und ihm auch  bei ganz alltäglichen Fragen wie „Wo wird mittags gegessen? An wen wende ich mich, wenn ich Probleme mit meinem PC habe?“, zur Seite steht.

5. Die Checkliste
Viele einzelne Schritte decken sich bei jedem Mitarbeiter an seinem ersten Tag: Sei es die Einrichtung des E-Mail-Programms, die Rundmail an die neuen Kollegen oder das Eintragen in bestimmte Verteiler. Wenn Sie eine Liste bereit halten, sorgen Sie zum einen dafür, nicht an jede Kleinigkeit selbst denken zu müssen. Zum anderen kann sich der neue Mitarbeiter gleich eigenständig durchangeln und bekommt das Gefühl schnell erste To-Do’s abgehakt zu haben.

6. Nunden und Geschäftspartner vorstellen
Früher oder später wird Ihr neuer Mitarbeiter mit Kontakten außerhalb des Unternehmes zusammenarbeiten und dabei deren Besonderheiten und Eigenarten kennenlernen. Für die Integration ist es jedoch hilfreich, wenn Sie ihm früh einen Überblick vermitteln, mit wem Ihr Unternehmen kooperiert und wen es beliefert. Es bietet sich an, dass die verschiedenen Parteien im Team aufgeteilt werden. So lernt der Neue auch gleich die Kollegen mit kennen.

7. Die Einführungswoche
In vielen Firmen finden ganze Einführungswochen statt. Dies bietet sich vor allem an, wenn mehrere Auszubildende zu ein und demselben  Zeitpunkt ihren neuen Job antreten. In dieser Woche sollen sie das Unternehmen vorgestellt bekommen und kennenlernen, einmal in alle Abteilungen reinschnuppern dürfen und das große Ganze zu Gesicht bekommen. Diese Einführungswochen helfen beim gegenseitigen Kennenlernen und eine gemeinsame Unternehmung am Ende der Woche erzeugt ein Gefühl von Zugehörigkeit innerhalb kürzester Zeit.

8. Spielend kennenlernen
Manchmal nimmt es den Druck aus der ganzen Sache, wenn man mit einem kleinen Spiel versucht, den Neuen in die Unternehmensstrukturen einzubinden. Zum Kennenlernen dient das altbekannte Spinnennetz-Spiel. Alle Teilnehmer sitzen im Kreis und werfen sich ein Wollknäul zu, halten jedoch immer ein Wollstück fest, sodass sich am Ende ein regelrechtes  Spinnennetz ergib. Wer das Wollknäul gerade in der Hand hält, der muss sich vorstellen und dem Neuling eine Eselsbrücke bauen, damit er sich bei den vielen neuen Namen auch alle merken kann.
Ein Schönes Vertrauensspiel: Alle Spieler stellen sich in einem Kreis auf. Ihre Schultern berühren sich dabei. Eine Person geht in die Mitte und macht sich ganz steif und lässt sich fallen. Die außenstehenden fangen ihn auf und geben ihr einen leichten Schubs in eine andere Richtung. Jeder Teilnehmer darf mal, nicht nur der neue Mitarbeiter. Das Spiel lässt sich gut in kleineren Gruppen spielen und stärkt das Vertrauen in die anderen Kollegen.

9. Feedback einholen
Am Ende der Einarbeitungszeit empfiehlt sich ein Feedbackgespräch um nachzuhorchen, wie es dem neuen Mitarbeiter ergangen ist, wie sein erster Eindruck war und ob er sich gut eingelebt hat. Das zeugt von Interesse und erzeugt bei dem Neuling ebenfalls den Eindruck, ein willkommenes Teammitglied zu sein.
Doch auch ein erneutes Gespräch zu dieser Thematik mit größerem zeitlichen Abstand wird Ihnen helfen. Nun kann der Mitarbeiter offen sein Feedback geben, wie er die Integration empfand und wo Optimierungspotenzial besteht. An dem Punkt überschneidet sich der Prozess bereits mit dem nächsten Mitarbeiter, den Sie integrieren dürfen.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.