Mitarbeiter hält Pokal und freut sich. Ein Kollege hinter ihm freut sich mit

Beliebteste Arbeitgeber Deutschlands: Was BMW und Co. richtig machen

Die Studie zeigt, worauf es wirklich ankommt

Seit Jahren befragt das Beratungs- und Forschungsunternehmen Trendence Young Professionals aus allen Fachrichtungen zu ihrer Zufriedenheit gegenüber ihrem Arbeitgeber und bringt in Erfahrung, welche Unternehmen bei jungen Fachkräften als die beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands eingeschätzt werden. Der Spitzenreiter bei jungen Berufstätigen mit bis zu 8 Jahren Berufserfahrung ist in diesem Jahr BMW, dicht gefolgt von Google, Audi, Bosch und Porsche. Auch beliebt: McKinsey & Company, Apple, Siemens, Lufthansa, die Max-Planck-Gesellschaft oder BASF.

Des Weiteren ergab die Studie, dass die Zufriedenheit in der Automobilbranche am höchsten, im Handel am geringsten ist. Mehr und mehr stehen bei jungen Fachkräften ein guter Führungsstil, die Wertschätzung sowie die Unternehmenskultur im Vordergrund. Zwei Drittel derjenigen, die mit ihrem Chef in dieser Hinsicht unzufrieden sind, sollen bereits den Entschluss gefasst haben ihren Arbeitgeber zu wechseln.

Autor, Forscher und Berater Fred Kiel belegte kürzlich anhand einer siebenjährigen empirischen Langzeiterhebung, wie enorm sich der Charakter von Chefs und Führungskräften auf Mitarbeiter und die Unternehmensergebnisse auswirkt.

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Beliebtester Arbeitgeber BMW als Vorbild?

Auch wenn nicht alle Arbeitgeberbewertungen von kununu und Co. für BMW positiv ausfallen und vor allem Zeitarbeiter laut der Angaben auf den Bewertungsportalen eher zu kurz kommen, scheint BMW auch vieles richtig zu machen. Der Automobilkonzern überzeugt bei den Bewertern beispielsweise mit einem guten Arbeitsklima, einem starken Zusammenhalt unter den Kollegen, einer verhältnismäßig hohe Frauenquote, einem guten Gehalt und vielen Weiterbildungschancen.

Noch mehr kann BMW jedoch neben dem Produkt mit Bekanntheit und seinem Image in der Öffentlichkeit überzeugen.

Image und Online-Reputation als Erfolgsfaktor

Laut einer Online-Befragung von Gfk sind Bekanntheit und das Image als attraktiver Arbeitgeber in der Öffentlichkeit wichtigste Grundvoraussetzung im „War of Talents“. Bewerber checken heute vorab im Netz, was Journalisten, Blogger und Mitarbeiter über das jeweilige Unternehmen schreiben, wie beliebt es bei anderen ist, wie es in sozialen Netzwerken vertreten ist und wie offen und transparent sich der potenzielle neue Arbeitgeber im Netz präsentiert. Employer Branding, Social Media und Online-PR mit authentischen Inhalten – es ist der Ruf eines Unternehmens, welcher darüber entscheidet, ob sich junge Talente und Fachkräfte gewinnen lassen und sich nicht für die Konkurrenz entscheiden.

BMW setzt neben der klassischen PR zum Beispiel auf Bewertungsportale, Mitarbeitervideos, YouTube, Twitter, Facebook und Social Feeds auf der eigenen Karriereseite (zu empfehlen sind Social Feeeds mit usergeneriertem Content).

Laut Trendence Institut bewirbt sich jeder Zehnte, wenn ihm gefällt was er sieht, direkt über Portale wie Xing oder kununu. Sie sind der absolute „Place to be“ für jedes Unternehmen.

Übrigens: Um Reichweite und Bekanntheit zu steigern ist nach wie vor die Suchmaschinenoptimierung ein wichtiges Tool. Diese sollte jedoch von Profis geplant und ausgeführt werden, die die ständig wechselnden Anforderungen von Google kennen und nicht wahllos Links setzen, die ein Rauswurf aus dem Index bedeuten können.

Feingefühl und Authentizität lauten die Stichworte für einen beliebten Arbeitgeber – egal ob es um seine Führungsqualitäten oder den Auftritt im Netz geht. Nur so lassen sich Young Professionales überzeugen und begeistern.

 

Quelle:

http://www.trendence.com/fileadmin/trendence/content/Unternehmen/Rankings/trendence_Ticker/Ticker_tGrad_DE_2015.pdf

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.