Mann vergräbt den Kopf unterm Laptop

Low Performer? So motivieren Sie leistungsschwache Mitarbeiter!

Umgang mit Low Performern: Im neuen Jahr ist Führungsqualität gefragt

Low Performer vergräbt seinen Kopf unter LaptopSogenannte Low Performer zu motivieren, das erfordert Erfahrung, Einfühlsamkeit und Führungsqualität – eine absolute Herausforderung für Vorgesetzte. Vor der Frage nach der richtigen Motivationsmethode stehen die Erforschung der Ursachen, das Erkennen privater Probleme und das Schaffen eines motivierenden Arbeitsumfeldes.

Woher kommen Leistungsdefizite?
Um Leistungsdefizite zu analysieren, müssen bestimmte Problemstellungen systematisch erfasst werden. In der Regel können folgende Kernprobleme identifiziert werden:

  • Der Mitarbeiter ist überfordert.
  • Der Mitarbeiter ist unterfordert.
  • Es gab Veränderungen im Team mit negativen Auswirkungen auf die Motivation.
  • Der Mitarbeiter hat private Probleme.

Überforderung und Unterforderung wirken gleichermaßen prekär. Dass eine Überforderung Stress und schließlich nachlassende Motivation verursacht, leuchtet ein. Fähige und positiv eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen zunächst, Mehraufgaben anzunehmen, doch die Schmerzgrenze ist irgendwann überschritten. Wenn ein Mensch das Gefühl bekommt, die Herausforderungen nicht mehr bewältigen zu können, egal wie sehr er sich anstrengt, dann sinkt seine Motivation zwangsläufig in den Keller. Dass eine Unterforderung ebenfalls verheerend wirkt, wurde lange Zeit unterschätzt. Menschen benötigen im Arbeitsprozess relativ gleichmäßige Anforderungen und gelegentlich anspruchsvolle Herausforderungen. Nur dann aktivieren sie ihre Energie. Wer jedoch zum “Däumchendrehen” verurteilt ist, wird müde und lustlos oder richtet seinen Fokus auf andere, manchmal kontraproduktive Tätigkeiten. Die Aufgabe für Führungskräfte besteht daher darin, allen Mitarbeitern angemessene, herausfordernde, aber nicht überfordernde Aufgaben zuzuteilen. Mit dieser hohen Kunst gelingt ein wichtiger Schritt zu mehr Motivation.

Schaffen Sie ein motivierendes Arbeitsumfeld
Teammitglieder motivieren sich gegenseitig, das ist längst bekannt. Eine Umstellung des Teams, eine in den Augen der anderen Kollegen unangemessene Beförderung oder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können zum Beispiel für Demotivation sorgen, wenn die

  • Kolleginnen/Kollegen schlecht ins Team passen (fachlich, menschlich),
  • bevorzugt werden oder
  • einfach zu Intrigantentum neigen.

Diese Ursachen zu erforschen gilt als heikel und schwierig, eine Umstellung des Teams als noch schwieriger. Dennoch dürfte sie notwendig sein. Der Vorgesetzte benötigt hierzu zwei wesentliche Eigenschaften und gleichzeitig die beiden Seiten der Medaille einer guten Führungspersönlichkeit: Dominanz und Taktgefühl.

Motivationsverlust durch private Probleme
Private Probleme können stark demotivieren, das Feld ist außerordentlich vielschichtig. Es kann sich um Partnerschafts-, Familien-, Gesundheits-, Finanz- oder Suchtprobleme handeln. Der Vorgesetzte benötigt hier sehr viel Fingerspitzengefühl, bestimmte Dinge kann und darf ihm der Mitarbeiter verschweigen. Jedoch reden die meisten Menschen freiwillig über diese Probleme mit einem einfühlsamen Vorgesetzten, wenn sie gleichzeitig ihre Arbeit schätzen und eigentlich Leistung bringen wollen. Private Tipps vonseiten des Vorgesetzten sind ganz sicher nur begrenzt hilfreich, jedoch werden die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine vorübergehende Entlastung im Arbeitsprozess sehr dankbar sein. Dabei kann es sich um Aufgaben handeln, die zum Beispiel auch aus dem Homeoffice zu erledigen sind. Es ist einfach wichtig für die Motivation der Angestellten zu wissen, dass Ihre Tür immer offen steht. Allein das kann manchmal schon sehr viel in Sachen Motivation bewirken.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.