Augen einer Mitarbeiterin schauen über einem Buch hervor

Bildungscontrolling für betriebliche Weiterbildung am Arbeitsplatz

Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen ist messbar

Weiterbildung und Bildungscontrolling„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern.“ – Nelson Mandela

Laut einer aktuellen Studie der TNS Infratest zu den Weiterbildungstrends in Deutschland, führen Seminare, Workshops und andere Weiterbildungsmaßnahmen nicht nur zu mehr Know-how und Motivation, sondern sorgen zudem für mehr Loyalität und Leistungsbereitschaft unter den Arbeitnehmern. Und das ist längst nicht alles. Doch welche Vorteile genau können Sie als Chef aus Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter ziehen und in wie weit lässt sich prüfen, ob sich diese Investitionen auch wirtschaftlich lohnen?

Weiterbildung: Wissensaufbau plus Commitment
Die TNS Infratest Studie belegt, dass Sie Ihre Mitarbeiter besonders stark ans Unternehmen und eine bestimmte Position binden (Commitment), wenn Sie deren Weiterbildung fördern. Das spornt zu Leistung an und motiviert dazu, die erworbenen Fähigkeiten unmittelbar ins Unternehmen einzubringen. Weitere Vorteile von Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter sind:

  • die Steigerung der Fachkompetenz der jeweiligen Mitarbeiter
  • die Stärkung der Loyalität und der Verbundenheit der Angestellten zum Unternehmen
  • die Steigerung der Produktivität
  • die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit (besonders beim Recruiting von Fachkräften)
  • die Verbesserung des Firmen-Images und des Ansehens des Chefs

Zudem werden Mitarbeiter selbstbewusster und dadurch souveräner und können ihr neu erlangtes Wissen an Kollegen weiter geben.

Weiterbildung und Motivation
Der Leiter des TNS-Studienprogramms Andreas Vollmer entwickelte für die Erhebung Fragestellungen, die zeigen sollten, wie sehr eine geförderte Weiterbildung die Motivation beeinflusst, sich im Unternehmen einzubringen und wie stark die Förderung auf den Wissenserwerb selbst wirkt. Unter allen Befragten ergaben sich folgende Antworten:

  • 57 Prozent sind überzeugt, dass geförderte Weiterbildung die Leistungsbereitschaft steigert.
  • 51 Prozent konnten ein signifikant erhöhtes Commitment zum Unternehmen beziehungsweise dem Arbeitgeber selbst feststellen. Der Arbeitgeber wurde in einem positiveren Licht betrachtet.
  • 42 Prozent der Personalentscheider konstatierten die höhere Freude an der eigenen Tätigkeit im Unternehmen, nachdem die Betreffenden eine geförderte Weiterbildungsmaßnahme durchgeführt hatten.
  • Nur sechs Prozent aller Befragten gaben an, keinen Effekt auf die Motivation beobachten zu können.

Durch Bildungscontrolling Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen messbar machen
Der Nutzen und der Erfolg nach einem Seminar oder einem Workshop für das Unternehmen sind messbar. Folgende Maßnahmen bieten sich hier an:

  1. Unternehmensziele (ROI) verdeutlichen: Vor der Weiterbildungsmaßnahme können Sie zum Beispiel gemeinsam mit dem Mitarbeiter Ziele vereinbaren und nach ein paar Wochen überprüfen, ob der Angestellte diese einhalten konnte.
  2. Vergleichszahlen prüfen: Wie hat sich zum Beispiel die Zahl der Kundenabschlüsse nach der Schulung entwickelt? Wurde vielleicht sogar mehr verkauft?
  3. Zufriedenheit messen: Eine Umfrage unter Mitarbeiter kann aufschlussreich sein, was die Zufriedenheit und damit die Motivation und Produktivität der Angestellten angeht.
  4. Transfererfolg feststellen: Wie viele weitere Mitarbeiter profitieren von diesem neu gewonnenen Know-how? Werden neue Erkenntnisse an Kollegen weiter gegeben?
  5. Rückmeldung validieren: Gibt es zum Beispiel neuem positive Bewertungen auf Portalen wie kununu.de oder diverse soziale Kanäle (Image)?

Sie müssen als Personalchef übrigens nicht immer viel Geld für die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen in die Hand nehmen. Auch für die Zeit für Webinare oder eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung sind Mitarbeiter äußerst dankbar, wenn sie dadurch die Möglichkeit erhalten, sich weiter zu entwickeln – ganz nach dem Motto: Das Wissen von heute bestimmt die Welt von Morgen.

 

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.