Mitarbeiter im Großraumbüro

Arbeiten im Großraumbüro: 5 Tipps für mehr Effektivität

Großraumbüro als Produktivitätskiller?

Großraumbüros kennt man nur aus Amifilmen und -serien? Stimmt nicht! Immer mehr Unternehmen entscheiden sich bewusst gegen Einzelbüros, machen Wände und Türen zunichte und schaffen Großraumbüros. Mitarbeiter sitzen nah bei einander, können sich schneller absprechen und austauschen. Doch wie sieht es ins Sachen Lautstärke, Konzentration und Produktivität aus? Sind Großraumbüros Produktivitätsfördernd oder ein totaler Produktivitätskiller?

Arbeiten im Großraumbüro – Auswirkungen auf Motivation und Leistung

Großraumbüros sind platz- und dadurch kostensparend. Sie fördern das Gruppengefühl und die Kommunikation untereinander. Aber will man das acht oder mehr Stunden am Tag, fünf Mal die Woche, jedes Jahr?

Studien, wie beispielsweise die australische Erhebung „Should Health Service Managers Embrace Open Plan Work Enviroments?“, die sich mit den verschiedenen Bürolösungen und deren Auswirkungen auf Körper, Geist und das Leistungsverhalten weltweit beschäftigt hat, belegen, dass Großraumbüros alles andere als Mitarbeitervorteile herausstellen. Im Gegenteil, sie sollen eher die Motivation sowie die Leistung deutlich senken.

Menschen, die in Großraumbüros arbeiten sind im Vergleich zu ihren Kollegen im Einzelbüro deutlich gestresster, sind öfter erkältet, leiden an Konzentrationsproblemen, haben weniger bis gar keine. Auch wenn einen das vielleicht gerade überhaupt nicht interessiert – Großraumbüros lassen es nicht anders zu.

Doch was tun, wenn die Räumlichkeiten eben keine Einzelbüros zulassen?

5 Tipps für’s Arbeiten im Großraumbüro

  1. Großraum-Rules: Das Wichtigste ist es, Regeln im Team aufzustellen. Jeder sollte Rücksicht gegenüber seinen Kollegen nehmen und die laute, anregende Diskussion über das vergangene Fußballwochenende einfach auf die Mittagspause verschieben.
  2. Kommunikation via Web: Vernetzte Mitarbeiter können z.B. per Skype feststellen, ob der Kollege gerade ansprechbar ist. Das rote Symbol auf Skype bedeutet Abwesenheit – egal, ob physisch oder mental.
  3. Privatsphäre schaffen: Auch im Großraumbüro kann durch Raumtrenner ein wenig Privatsphäre geschaffen werden. Auch kleine Ruheräume als temporärer Rückzugsort für Konzentrationsarbeiten, vertrauliche Telefonate, Gespräche unter zwei Augen entlasten enorm.
  4. Für Ruhe sorgen: Schalldämpfer,  Schallschutzfolien beziehungsweise Schallabsorber mit einer textilen Bespannung an Decken und Wänden, Teppichboden statt Parkett und beruhigendes Licht können ebenfalls für mehr Ruhe im Großraum sorgen. So sind z.B. Schallschutzfolien mit unzähligen kleinen Löchern versehen, wodurch der Schall beim Durchgang gedämpft wird. Dahinter können Leuchtdiode angebracht werden, die für eine relaxte Raumatmosphäre sorgen.
  5. Mood-Based-Working: Home-Office, Gleitzeit und Co. können für etwas Entlastung in vollen Großraumbüros sorgen. Vor allem Esteres hat positive Auswirkungen auf Konzentration, reduziert Stress durch Geräuschpegelsenkung und fördert so die innere Balance. Das wiederum steigert die Leistung.
Ein Gastbeitrag von Theresa Dehmer

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.