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Nörgler oder Besserwisser? So führen Sie schwierige Mitarbeiter

Was hinter bestimmten Verhaltensweisen steckt und wie Sie auch schwierige Mitarbeiter führen

Schwierige Mitarbeiter motivierenJa, manche Mitarbeiter sind schwierig und gar nicht so einfach zu motivieren. Ewiges Zuspätkommen, Nörgeln oder gar das Verbreiten von Gerüchten haben nicht nur einen negativen Einfluss auf Leistung und Produktivität, sondern übertragen sich schnell auf das gesamte Team. Sie als Führungskraft sind gefragt. So können Sie Besserwisser und Egozentriker wieder in den Griff bekomme und selbst den schwierigsten Mitarbeiter führen:

Die Besserwisser: Das Problem bei Besserwissern ist, dass sie keine Ratschläge annehmen, Kollegen gängeln und am Ende auch noch Anerkennung für ihr unkollegiales Verhalten entgegengebracht bekommen möchten. Oft verbirgt sich dahinter ein schlechtes Selbstbewusstsein oder Frust, nicht „mehr“ erreicht zu haben. Hält sich ein Mitarbeiter – aus welchen Gründen auch immer – für besser oder qualifizierter als alle anderen, dann fordern Sie ihn erst Recht. Machen Sie klar, dass Sie höchste Qualität erwarten, stecken Sie mit ihm die Ziele hoch. Der Besserwisser freut sich über Ihr Vertrauen in seine Fähigkeiten, wird aber auch an seine eigenen Grenzen stoßen und vielleicht sogar auf die Hilfe seiner vielleicht doch nicht so untalentierten Kollegen zurückgreifen müssen.

Die Nörgler: Nörgler sehen in allem das Negative und stellen sich gerne einmal quer wenn es um neue Projekte geht. Die Zusammenarbeit fällt schwer, die Motivation geht gegen Null. Diese Schwarzseher merken nicht einmal, wie schwer der Umgang mit ihnen ist. Schon im Voraus wissen Sie, dass eine Aufgabe oder ein Projekt nicht klappen wird und positionieren sich als Mahner. Nicht selten ist Faulheit schlichtweg der Grund für ihre Nörgelei. Dem müssen Sie als Führungskraft ein Ende setzten. Zeigen Sie wie enttäuscht Sie sind bei schlechten oder nicht erbrachten Leistungen, warnen Sie mit einer Abmahnung bei Leistungsverweigerung und lassen Sie keine Ausreden mehr gelten. Früher oder später wird der Nörgler merken, dass er so nicht weiter kommt und seine Energie in die Arbeit stecken statt wie bisher in das Erfinden von Ausreden.

Die Egozentriker: Egozentrische Mitarbeiter sind wohl die schlechtesten Teamworker überhaupt, reden nur von sich und in ihren Augen dreht sich sowieso alles nur um sie. Blöd nur, wenn die Arbeit dabei zu kurz kommt. Professionalität bedeutet auch einmal zurückzustehen und im Team zu bestehen. Der einzige Weg sind hier strenge Vorgaben und Kontrolle für den notwendigen Respekt und das Erledigen der Aufgaben.

Die Zweifler: Unsichere oder gescheiterte Mitarbeiter bemitleiden sich oft selbst und haben einfach noch zu wenige Erfolge erleben dürfen, um selbstbewusst im Büro oder vor Kunden aufzutreten. Diese Mitarbeiter brauchen besonders viel Anerkennung, Förderung und Bestätigung, damit sie wachsen können. Übertragen Sie Ihnen Verantwortung und setzen Sie zusammen auf ungenutzte Potenziale statt auf Selbstkritik.

Die Tratschtanten: Klatsch und Tratsch am Arbeitsplatz, das lässt sich leider nicht ganz vermeiden. Bestimmte Mitarbeiter haben es sich allerdings zur Aufgabe gemacht, die Rolle des firmeninternen Buschtrommlers zu übernehmen und rücken sich dabei ganz nebenbei selbst in den Mittelpunkt des Geschehens. Verlangen Sie von diesen Mitarbeitern bei aller Liebe ihren Fokus auf die Arbeit zu richten und nutzen Sie diese Fähigkeiten gekonnt für das Unternehmen. Beauftragen Sie den größten Buschtrommler der Firma zum Beispiel mit dem Sammeln und Analysieren von Daten und der Beobachtung der Wettbewerber. Aufgaben, bei denen er sicher auch noch große Freude hat.

Die Zuspätkommer: Permanentes Zuspätkommen kann nicht akzeptiert werden. Besonders nicht, wenn es um Kundentermine oder andere wichtige Meetings geht. Nehmen Sie keine Rücksicht auf die Bummelanten, warten Sie bei Besprechungen nicht auf sie oder unterbrechen gar das Meeting für die Nachzügler. Eine weitere Methode ist die sogenannte Opernhaus-Methode. Dabei wird pünktlich zum vereinbarten Termin einfach die Tür verschlossen. Ganz nach dem Motto: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Eine weitere gute Strategie ist es notorische Zuspätkommer mit der Vorbereitung von Meetings zu beauftragen. Sind die technischen Voraussetzungen nicht erfüllt, kann die gesamte Veranstaltung nicht stattfinden. Diese Bürde möchte niemand tragen.
Tipp: Die Haufe Akademie bietet hierzu eine Seminarreihe zum Thema „Schwierige Mitarbeiter führen / Entwicklung fördern – Grenzen setzen“.
Nächster Start: 26.August 2014
Hier geht’s zum Seminar: http://www.haufe-akademie.de/90.92

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.