Digitale Mitarbeiterführung

Experimentell, auf Augenhöhe, lernbereit: Wie digitale Führung die Welt erobert

Motivation am Montag von Nicola Fritze, Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und Motivation

Überall hört und liest man von der Digitalisierung. Und jetzt soll auch Führung digital werden? Wie soll das gehen und was steckt dahinter? Laut einer aktuellen Studie (s.u.) ist es absehbar, dass Ihre digitalen Führungskompetenzen lebensnotwendig werden, wenn Sie Ihre Teams in wenigen Jahren noch auf produktive, motivierende Art führen wollen.

Der Führungsstil für die digitale Zeit

Was heißt Digitale Führung? Vor allem, dass Sie sich sicher in einem Umfeld bewegen, das nicht nur komplex und ein Stück weit unvorhersehbar ist. Sondern eben auch, dass Sie in zunehmendem Maß in einem Umfeld führen können, das zutiefst durch die Logik des Internet geprägt ist.

Für viele meiner Kunden ist das kein Freudenszenario. „Soll ich jetzt programmieren anfangen?!“, fragte mich ein Abteilungsleiter neulich. Die Antwort: muss nicht sein! Viel wichtiger als technologische Skills ist, dass Sie an ihrem digitalen Mindset arbeiten. Eine innere Haltung also, die zu unserer Zeit passt.

Digitale Führung: Wo sich Chefinnen und Chefs wandeln müssen

Eine aktuelle Studie zeigt sehr schön, wo es hingeht. Führungskräfte müssen anders DENKEN, sich anders VERHALTEN und anders REAGIEREN als bislang. Die wichtigste Veränderung dabei: Als Führungskraft müssen Sie nicht mehr der einsame Held sein. Vielmehr geht es um die Bereitschaft zum andauernden Experiment, zu Zusammenarbeit auf Augenhöhe, und zu andauerndem Lernen.

Sie sehen schon: das sind die Kompetenzen, die Digital Natives oft ganz selbstverständlich mitbringen. Das gemeinsame Entwickeln neuer Ideen, das Teilen von Wissen, das Neu-Ansetzen, wenn etwas nicht funktioniert hat… das ist bei vielen Millennials selbstverständlich. Das passt zur Logik des Netzes, und es passt zum zunehmend unsicheren, wechselhaften Marktumfeld, das wir zunehmend normal empfinden.

Schritt für Schritt ins digitale Mindset!

Darüber reden schon viele, aber praktizieren tun es – noch – wenige. Stattdessen geht es in vielen Unternehmen weiter wie bislang. Hierarchie und langsame Flaschenhals-Prozesse prägen den Alltag. Das macht wenig Spaß. Und es frustriert die Nachwuchskräfte der Generation Y, die gerne jetzt und sofort anders arbeiten wollen als bislang.

Falls Sie nicht schon auf dem Weg sind, habe ich eine kleine Idee für Sie. Gehen Sie doch mal mit Ihrem Team ins Gespräch und stellen Sie gerade den Jüngeren die offene Frage: Was müssen wir verändern, um ins digitale Mindset zu kommen? Stellen Sie die Frage ausdrücklich auch mit Blick auf Ihren Führungsstil: Welches Verhalten als Chefin oder Chef würde Ihrem Team helfen, besser zu navigieren? Die Ideen, die Sie hier einsammeln, sind der beste Veränderungs-Impuls. Führen Sie dieses Gespräch jeden Monat – und evaluieren Sie jedes Mal, an welcher Stelle Sie vorangekommen sind, und wo nicht.

Wichtig ist, dass Sie sich dabei nicht künstlich verstellen. Sie müssen nicht alles auf einmal anders machen. Das klappt vielleicht ein paar Tage lang, aber dann fallen Sie zurück in die gewohnten Muster. Nehmen Sie sich lieber Woche für Woche eine kleine Veränderung vor. So steigt die Chance, dass Sie Schritt für Schritt tiefer ins digitale Mindset reinfinden.

Über Nicola Fritze

Nicola Fritze ist erfolgreiche Rednerin, Trainerin, Podcasterin und Buchautorin zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation. Die Pädagogin ist zudem gefragte Beraterin für Unternehmen zu strategischen Fragen der Mitarbeitermotivation. Ihr Buch „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“ ist seit 2013 auf dem Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nicolafritze.de.