Im Hintergrund steht eine Gruppe von Mitarbeitern. im Vordergrund schaut ein einzelner Mitarbeiter in die Kamera und hält eine kleine Fahne mit Aufschrift Help in der Hand

Soziales Engagement: Nächstenliebe als HR-Instrument

Veränderung trifft Mitarbeitermotivation - eine Kolumne von Ilja Grzeskowitz, Motivationsexperte, Firmenberater und Veränderungs-Coach

Viele Unternehmen wünschen sich nichts mehr, als motivierte Mitarbeiter, die sich mit den gemeinsamen Zielen und Visionen identifizieren. Und so investiert man in Schulungen, interne Weiterbildungen und Motivationstrainings, um die eigene Mannschaft bestmöglich dabei zu unterstützen. Diese Maßnahmen sind wichtig und werden in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Denn Unternehmen verändern sich immer nur, wenn sich die Menschen verändern. Doch zusätzlich gibt es noch eine weitere wunderbare Möglichkeit, um die Motivation, die Arbeitszufriedenheit und den generellen Zusammenhalt zu stärken: Ich spreche von einem gemeinsamen sozialen Engagement.

Richtig eingesetzt ist dieses kostengünstige HR-Instrument eine tolle Möglichkeit, um Mitarbeiter zu motivieren und Fachkräfte zu binden. Nachweislich schweißen gemeinsame Werte und gemeinsam übernommene Verantwortung zusammen. Kein Wunder, denn wer Gutes tut, der ist darauf auch stolz. Die Folge: zufriedenere Angestellte, eine hohe Identifikation mit dem eigenen Arbeitgeber und Lust an der gemeinsamen Verantwortung.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie sich Unternehmen in der heutigen Zeit sozial engagieren können, hier eine unvollständige Ideenliste:

  • Kindergärten und Schulen
  • kirchliche Einrichtungen
  • Hospize
  • Seniorenheime
  • Flüchtlingsunterbringungen
  • Kinderheime
  • Tierschutzvereine
  • Umweltschutzorganisationen
  • Hilfsorganisationen wie Ein Herz für Kinder oder Unicef

Ganz besondere Chancen bietet die aktuelle Diskussion um Flüchtlinge, die zur Zeit zu hunderttausenden aus den Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt nach Deutschland retten. Aus meiner Sicht haben gerade wir Unternehmer hier eine großartige Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und die vielen Fachkräften bei der Integration zu unterstützen. Dies steigert nicht nur das Knowhow des Unternehmens, sondern ebenfalls die Motivation der Mitarbeiter.

Diese könnten sich beispielsweise in einer Art Patenmodell um die „Neuen“ kümmern und sie beim Einleben, dem Erlernen der deutschen Sprache und dem Vermitteln der Unternehmenswerte unterstützen. Eine perfekte Win-Win-Situation, denn auf diese Art und Weise haben die Mitarbeiter ein Gefühl von Zufriedenheit, das positive Auswirkungen auf das gesamte Arbeitsklima hat.

Ein weiterer erstrebenswerter Nebeneffekt: Das Image des Unternehmens wird in der Öffentlichkeit gestärkt und es kann eine Menge kostenloser PR generiert werden. Und wenn Sie Ihre Mitarbeiter für Ihren Einsatz loben (oder sogar für soziales Engagement ein paar Stunden freistellen), dann können Sie sich über eine zufriedene, motivierte und engagierte Belegschaft freuen. Denn richtig eingesetzt ist soziales Engagement ein HR-Tool, das sich auf ganzer Linie lohnt. Denn wie sagte schon der große Zig Ziglar: „Du kannst alles im Leben haben, wenn Du nur genug anderen Menschen dabei hilfst, das zu bekommen, was sie haben wollen.“

Über Ilja Grzeskowitz

Der Motivationsspezialist Ilja Grzeskowitz gilt als Experte auf seinem Gebiet, ist Firmenberater, Veränderungs-Coach, Buchautor und gefragter Keynote Speaker. Für seine Arbeit und sein Engagement erhielt er bereits Auszeichnungen wie u.a. den “Publikumspreis für herausragende Rednerleistungen” und den Rednerpreisen “Best Media 2013″ sowie den “Best Performer 2014″. Als ehemaliger Geschäftsführer kennt er sich aus mit Mitarbeitermotivation und den Herausforderungen in der Chefetage.