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Silver Surfer, Best Ager, alte Hasen: Motivation älterer Mitarbeiter

So motivieren Sie ältere Mitarbeiter: Betriebliches Altersmanagement als Erfolgsfaktor

Ältere Mitarbeiter gekonnt motivierenBei aller Modernisierung und Digitalisierung um die jungen Fachkräfte der Generation Y dürfen Arbeitgeber auch ihre älteren, erfahrenen Mitarbeiter nicht vergessen. Zwischen 2017 und 2024 sollen 40 Prozent der deutschen Erwerbstätigen zwischen 50 und 65 Jahren alt sein. Diese zu motivieren ist oft gar nicht so einfach. Personalmanagement und Mitarbeitermotivation bedarf stets der Berücksichtigung von Individualität und asynchronen Bedürfnissen; bei den sogenannten Silver Surfern oder auch Best Agern ist dies ein schmaler Grat. Zum einen sind diese durchaus webaffin, versiert in dem was sie tun und legen Wert darauf, mit den „Jungen“ mithalten zu können. Zum anderen stehen sie vielem Neuen erst einmal skeptisch gegenüber. Ihnen ist (Daten-)Sicherheit, Routine und Höflichkeit wichtiger als Themen wie digitale Kommunikation via Facebook, Gamification oder die neuste App für das Smartphone.

Mit den folgenden Tipps schaffen Sie es auch in Zeiten von Web 2.0 und Social Media die Motivation der älteren Fachkräfte dauerhaft hoch zu halten:

  • Gleichberechtigung

Versuchen Sie Ihren Mitarbeiter, jung wie alt, die gleiche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und niemandem einen Stempel aufzudrücken. Jobbezeichnungen wie „Senior-Professional“ kann von einem älteren Mitarbeiter vielleicht als genau solch ein Stempel und Degradierung empfunden werden. Geben Sie älteren Angestellten nicht das Gefühl, auf dem Abstellgleis gelandet zu sein, Talentförderprogramme beispielsweise sollte es nicht nur für junge Fachkräfte geben.

  • Förderung und Support

Lassen Sie den „alten Hasen“ die gleichen Weiterbildungsmaßnahmen zukommen wie den anderen Angestellten auch. Vor allem die digitale Welt ist ein sich stetig wandelndes Business und Wissen in kürzester Zeit wieder überholt. Produktiv ist nur der, der das Gefühl hat, dass in ihn investiert und Wert auf seinen Einsatz und Know-how gelegt wird. Wer keine Entwicklungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz mehr sieht resigniert mit der Zeit, bringt wertvolle Erfahrungen nicht mehr mit ein und ist nachweislich stärker gefährdet an Burnout oder Depressionen zu erkranken, als ein hochgradig gestresster Mitarbeiter.

  • voneinander lernen

Machen Sie allen Mitarbeitern klar wie wichtig es ist, voneinander zu lernen. Erfahrung ist genauso wertvoll und wichtig wie neue Kenntnisse und Ideen. Alle Komponenten zusammen bringen den gewünschten Erfolg. Eine Tatsache, die Bestand in der Firmenphilosophie eines jeden Unternehmens haben muss.

  • Work-Life-Balance

Ob jung oder alt, Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz ist elementar für die Motivation und Leistung der gesamten Belegschaft. Sagen Sie Stress, krankheitsbedingten Ausfällen und Burnout den Kampf an. Die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen, das Bereitstellen von kostenlosem Wasser und Obst sowie das Organisieren von Firmen-Fitness-Angeboten hält die Mitarbeiter jung, vital und leistungsstark. Noch dazu erzeugen Maßnahme wie diese das Gefühl bei den Angestellten, dass sie dem Unternehmen wichtig sind.

  • altersgerechter Führungsstil

Mit Blick auf den demografischen Wandel sind Qualitätssiegel sowie Zertifizierungen zum betrieblichen Altersmanagement oder Seminare wie „Personalmanagement 50+“ lohnenswert. Bilden auch Sie sich als Vorgesetzter in dieser Richtung weiter. Angebote gibt es mittlerweile ausreichend. So können Sie Ressourcen optimal nutzen und den Spagat der individuellen Motivation zwischen jungen und älteren Fachkräften meistern.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.