Business-Mann krempelt Hemdsärmel hoch

Mitarbeitermotivation in der Krise

Eine Checkliste für schlechte Zeiten

krise_260x173 Wie motiviert man Mitarbeiter in Krisenzeiten?

  1. Zeigen Sie Visionen auf
  2. Kommunizieren Sie offen
  3. Seien Sie ein gutes Vorbild
  4. Schaffen Sie nicht-monetäre Anreize
  5. Greifen Sie zurück auf neutrale Unterstützung und Führungscoachings

Motivation ist zu großen Teilen abhängig von Erfolg und dem Gefühl gebraucht zu werden. Wer auf Geleistetes stolz sein und zufriedenstellende Ergebnisse vorweisen kann, der ist auch motiviert neue Aufgaben mit Elan und Ehrgeiz anzugehen. Im Umkehrschluss können Misserfolge, eine Auftragsflaute oder andere aus einer Krise resultierenden Gegebenheiten die Motivation der Mitarbeiter enorm schwächen.

In unserer Zeit sind die wenigsten Unternehmen davon gefreit auch einmal ein Tief durchzustehen. Hier ist Führungskompetenz gefragt, um seine Mitarbeiter „bei Laune“ zu halten. Wenn sie nicht funktionieren ist auch ein Ende der Krisenzeit eher fraglich.

Die folgende Checkliste soll Ihnen helfen auch in schweren Zeiten die Herausforderung zu meistern:

Zeigen Sie Visionen auf
Ein wichtiger Part der Motivation sind die in Aussicht gestellten Ereignisse und Ziele. Wie klingt die Zukunftsmusik für Ihre Angestellten? Wer nicht weiß wo die Reise hingeht, der kann auch nicht auf etwas hinarbeiten und wird antriebslos. Erklären Sie, wie Sie wieder „auf Kurs“ kommen wollen. Merken Ihre Mitarbeiter, dass es einen Plan gibt, werden sie schon um einiges beruhigter sein. Überlegen Sie sich vielleicht auch mit Ihren Mitarbeitern zusammen was sie alle wollen und zeigen Sie auf, dass dieser Punkt an dem sie stehen vielleicht nützlich ist, um gemeinsam neue Wege einzuschlagen.

Offen kommunizieren
Seien Sie offen mit ihren Mitarbeitern und sorgen Sie dafür, dass diese nicht erst aus der Presse erfahren, wie es um das Unternehmen steht. Richten Sie lieber ein Intranet ein, in dem Ihre Mitarbeiter sich austauschen können, organisieren Sie regelmäßige Treffen und geben Sie einzelnen Mitarbeitern persönlich Feedback. Bieten Sie eine Sprechstunde an, in der Mitarbeiter Fragen stellen können und arbeiten Sie mit Umfrage-Tools wie Doodle und befragen Sie Ihre Mitarbeiter zu Ihren Ängsten, Wünschen und Ideen. Krempeln Sie gemeinsam die Ärmel hoch.

Achten Sie bei Ihrer Kommunikation auf Glaubwürdigkeit. Sprechen Sie nicht nur von Zahlen und Statistiken sondern auch von der schweren Lage Ihrer Beschäftigten und versuchen Sie dabei möglichst frei zu reden und nicht nur stringent von einem Zettel abzulesen. Das wirkt nämlich distanziert und unecht.

Seien Sie ein gutes Vorbild
Besonders wenn der Weg einmal steinig ist bedarf es viel Durchhaltevermögen und Biss. Lässt sich der Chef hängen, dann spüren das auch die Mitarbeiter und tun es ihm gleich. Steckt der Vorgesetzte allerdings nach wie vor voller Elan und beweist Stärke, dann kann er auch seine Angestellten leichter mitreißen – ganz nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“. Zusammen durchhalten oder auf gewohnte Extras zu verzichten, das schweißt ein Team zusammen.

Motivieren ohne Geld
In Krisenzeiten ist es schier nicht möglich Mitarbeiter durch Provisionen oder Gehaltserhöhungen zu motivieren. Das ist aber auch gar nicht so schlimm. Mehrere Studien haben ergeben, dass Wertschätzung und Lob für Angestellte auf Dauer viel wichtiger sind. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten auch ohne Geld Anreize für Ihre Mitarbeiter zu schaffen (interne Verlinkung). Manchmal reicht schon der Satz: „Schön, dass Sie bei uns arbeiten!“.

Neutrale Unterstützung und Führungscoachings
Vergessen Sie nicht: Sie sind nicht allein. Lassen Sie sich helfen wenn Ihnen alles über den Kopf wächst. Die Beratungsexperten des Fraunhofer IAO beispielsweise helfen Führungskräfte in schweren Unternehmenssituationen Lösungen und Strategien zu entwickeln und mit Mitarbeitern richtig umzugehen. In vertraulichen Coaching-Gesprächen geht es um Themen wie Verantwortungsdruck, Führungsverhalten und Glaubwürdigkeit um Spannungsfeldern gegenzusteuern und Mitarbeiter auch weiterhin motivieren zu können.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.