HRM: Yoga Stressmanagement

3 Wege wie Yoga Ihre Führungskompetenz verbessert

Auf Dauer mehr Power: Eine Kolumne von Melanie Kohl, Expertin für mentale und emotionale Stärke

Wussten Sie, dass Ihre Yoga-Praxis sich auf Ihre Führungsfähigkeiten auswirken kann?  Für Führungskräfte ist Yoga vor allem auch deshalb attraktiv, weil es zahlreiche Kompetenzen weiterentwickelt, die für gute und effektive Führung im 21. Jahrhundert benötigt werden. Wie das genau funktioniert, zeigen die folgenden Beispiele.

Mehr Konzentration und Fokus
Meetings, E-Mails, Anrufe: Ständige Unterbrechungen gehören zur heutigen Arbeitsroutine von Führungskräften dazu. Das alles wirkt sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Doch gerade diese ist wesentlich, um Probleme zu lösen oder Entscheidungen in unserem komplexen Alltag zu treffen, die gut bzw. gewinnbringend für das Unternehmen sind. Gute Führungskräfte können priorisieren und sind fokussiert. Genau diese Fähigkeit wird beim Yoga intensiv trainiert durch spezielle Atemtechniken. Hierbei fokussiert man sich für mehrere Minuten ganz auf den eigenen Atem. In der Yogapraxis trainiert man, seine Aufmerksamkeit zu steuern bzw. zu lenken. Studien haben gezeigt: Wer Yoga praktiziert, kann sich länger konzentrieren, Aufgaben schneller bearbeiten, ist weniger ablenkbar und kann leichter zwischen verschiedenen Anforderungen wechseln als Vergleichspersonen.

Mutig handeln außerhalb der Komfortzone
Schon die Unternehmerlegende Walt Disney hat Mut als eine unternehmerische Schlüsselkompetenz neben Neugier, Zuversicht und Beharrlichkeit bezeichnet. Für Führungskräfte ist Mut eine wichtige Schlüsselkompetenz. Im Führungsalltag gibt es viele Situationen wo es darum geht Klarheit zu schaffen und Position zu beziehen. Wofür stehe ich als Führungskraft und wofür nicht. Klarheit schafft Verbindlichkeit und Respekt. Besonders in den zahlreichen Change Prozessen geht es oft auch darum schlechte Nachrichten zu übermitteln. Dafür braucht es Mut. Mutiges Handeln bedeutet aber auch, dass wir unsere Komfortzone verlassen und uns auf unsicherem Terrain bewegen. Da Sicherheit aber ein psychologisches Grundbedürfnis ist, kann dies zu Angst führen. Wissenschaftliche Studien der Universität Harvard belegen, dass eine regelmäßige Yogapraxis zu weniger Angst führt. Denn Yoga fördert zum einen die Selbstwahrnehmung und zum anderen das Selbstvertrauen. Führungskräfte, die ein stabiles Selbstvertrauen haben, haben weniger Probleme mit Versagens- oder Konfliktängsten

Weniger Stress und mehr Gelassenheit
Gelassenheit: Im Beruf ist sie ein Zeichen von Stärke: Wer in kritischen Situationen die Ruhe bewahrt, sich nicht von seinen Emotionen leiten lässt und zum Beispiel konstruktiv Kritik übt, der genießt in der Regel hohes Ansehen bei Kolleginnen und Kollegen. Wer regelmäßig Yoga praktiziert, trainiert die achtsame Wahrnehmung von Atmung, Körper und Emotionen. Die Folge: Sie können in Ihrem Joballtag gelassener auf äußere emotionale Reize reagieren. Yoga führt aber nicht nur auf mentaler und psychischer Ebene zu mehr Gelassenheit, sondern auch rein körperlich: Regelmäßige Yogapraxis kann den Herzschlag, die Atemfrequenz, den Sauerstoffverbrauch und den Blutdruck verringern.

Fazit
Yoga hat seine „Esoterik-Ecke“ längst verlassen und ist bis in die Chef-Etagen von Unternehmen vorgedrungen. Die Yogapraxis hilft bei der Weiterentwicklung zahlreicher Fähigkeiten, die man im beruflichen Alltag hervorragend gebrauchen kann. Führungskräfte können enorm davon profitieren. Dafür müssen Sie nicht einmal auf die Matte. Sondern können mit einem einfachen Yoga Werkzeugkasten, die Übungen in ihren Alltag einbauen, die ihnen effektiv dabei helfen, berufliche Herausforderungen souverän und entspannt zu meistern.

Über Melanie Kohl

Melanie Kohl ist Expertin für emotionale Stabilität, mentale Stärke und Achtsamkeit. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt Sie ganzheitliche Konzepte, um Menschen und Organisationen zu mentaler und emotionaler Stärke zu entwickeln und ihr optimales Leistungsvermögen zu entfalten.