Mit smarten Entscheidungen Mitarbeiter führen

Mehr Erfolg mit besserer Entscheidung! Wie Sie als Führungskraft mit smarten Entscheidungen punkten können

Motivation am Montag von Nicola Fritze, Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und Motivation

Wissen Sie, was das wichtigste Instrument einer Führungskraft ist? Genau: Entscheidungen treffen! Das tun Sie tagein, tagaus. Tausende von Malen pro Monat.

Von diesen Entscheidungen sind natürlich nicht alle gleich wichtig. Da gibt es die kleinen Entscheidungen: Wann setzen Sie ein Meeting an? Wie begrüßen Sie den neuen Praktikanten? Was gibt es zum Mittagessen?

Und es gibt die wichtigen Entscheidungen: Was tun Sie, um Ihre strategischen Ziele zu erreichen? Wie organisieren Sie die Zusammenarbeit in Ihrem Team? Mit welchen Stellschrauben erhöhen Sie die Innovation in Ihrer Abteilung?

Willkür ist Alltag

Interessant ist: Obwohl nichts wichtiger ist für den Erfolg als gute Entscheidungen, sind Führungskräfte hier meist erstaunlich willkürlich unterwegs. Da geht es ihnen nicht anders als allen anderen Menschen. Wir treffen Entscheidungen meist nicht bewusst, sondern im Auto-Pilot, aufgrund von Annahmen, von Daumenregeln und Gewohnheiten.

Eigentlich nicht schlimm – das spart schließlich Zeit und Energie. Nur: oft fällen wir so die falschen Entscheidungen! Wir nehmen nicht wahr, welche anderen Optionen es gibt und lassen uns zu oft von ausgetretenen gedanklichen Pfaden lenken.

Forschung empfiehlt: Raus aus dem Auto-Piloten und auf Entscheidungen setzen!

Die Verhaltensökonomie hat inzwischen klar gezeigt, dass wir eben nicht rational entscheiden. Wir sind, ganz im Gegenteil, vorhersehbar irrational. Das macht uns sympathisch – erklärt aber zeitgleich, warum so häufig schlechte Entscheidungen getroffen werden.

Verhaltens-Experten sagen: es gibt einen Ausweg. Und zwar wenn wir uns bei wichtigen Entscheidungen nicht vom Auto-Piloten steuern lassen, sondern einen bewussten Prozess zur Entscheidung wählen:

  1. Checken: Ist Ihre Entscheidung wirklich wichtig? Zahlt Sie auf strategische Ziele ein? Das hilft beim Priorisieren.
  2. Weiter denken: Welche Entscheidungsoptionen haben Sie? Schreiben Sie drei oder vier unterschiedliche Optionen auf. Das holt Sie aus dem Auto-Piloten raus!
  3. Wissenslücken füllen: Welche Informationen könnten Ihre Entscheidung noch fundierter machen? Wie können Sie diese blinden Flecken füllen?
  4. Zukunftsblick einnehmen: Welche Auswirkung hat Ihre Entscheidung im idealen Fall in einem Jahr entfaltet? Wenn das unter Ihren Erwartungen bleibt: wie können Sie so entscheiden, dass das Ergebnis noch besser wird?
  5. Sechs-Augen-Prinzip: Holen Sie mindestens zwei weitere Meinungen ein. Das nimmt Ihnen die Scheuklappen und bringt Sie auf neue Ideen.
  6. Entscheidung festhalten: Wenn Sie die Entscheidung getroffen haben – festhalten und kommunizieren! Sonst geht es schnell zurück zur gewohnten Routine.
  7. Evaluieren: Setzen Sie sofort ein Evaluations-Meeting für in zwei bis drei Monaten fest. Dort prüfen Sie gemeinsam, wie gut die Entscheidung war – und ob es sich lohnt, nachträglich noch mal zu justieren.

Klingt umständlich? Mag sein! Aber dieser Prozess führt erwiesenermaßen zu erfolgreicheren Entscheidungen. Heften Sie sich diese Liste einfach über den Schreibtisch. Dann erinnern Sie sich hoffentlich dran, wenn nächstes Mal ein wichtiges Thema ansteht!

Über Nicola Fritze

Nicola Fritze ist erfolgreiche Rednerin, Trainerin, Podcasterin und Buchautorin zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation. Die Pädagogin ist zudem gefragte Beraterin für Unternehmen zu strategischen Fragen der Mitarbeitermotivation. Ihr Buch „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“ ist seit 2013 auf dem Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nicolafritze.de.