Schriftzug Think Positive auf Serviette geschrieben

Kraftfutter für Ihr Hirn: Wie Sie positive Bilder optimal für Ihre Motivation nutzen

Motivation am Montag von Nicola Fritze, Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und Motivation

positive BilderIn meiner letzten Kolumne habe ich Ihnen Rezepte an die Hand gegeben, wie Sie negatives Kopfkino ausschalten können. Schließlich sind Angstbilder unsere größte Alltagsbremse.

Wenn Sie Motor statt Bremse wollen, können Ihnen positive Erfahrungen aus Ihrer Vergangenheit sehr nützlich sein. Wenn Sie sich bewusst und detailliert auf Erfolgs- und Glücksmomente aus Ihrem Leben konzentrieren, tanken Sie Mut und Kraft.

Die Forschung bestätigt: Je bewusster und detaillierter wir konkrete, positive Momente und Vorstellungen pflegen, desto eher ermöglichen wir uns einen zufriedenen, angenehmen Lebensalltag. Denn unser aufmerksamer Blick in die Vergangenheit hilft uns, kleine Angstmomente und Hürden im beruflichen und privaten Leben leichter zu überwinden. Einfach weil wir auf die kleinen und großen Erfolge der vergangenen Jahre blicken und daran erkennen: „Hey, ich habe schon so manche Herausforderung gemeistert. Das bekomme ich jetzt auch hin!“

Wie das genau geht? Es ist ganz einfach. Nehmen wir an, Sie packen im Job ein anspruchsvolles Projekt an. In Ihrem Kopf hören Sie zweifelnde Stimmen wie „Ob ich das schaffe…?“. Sie merken, wie Selbstzweifel und Versagensangst immer mehr zunehmen. Ob Sie das Projekt nicht lieber ablehnen sollten…?

Jetzt macht es erstens Sinn, die fünf Schritte gegen Kopfkino zu gehen. Geschafft? Dann fragen Sie sich mal ganz bewusst: „Welche Momente in meiner Vergangenheit zeigen mir, dass ich anspruchsvolle Aufgaben gut bewältigen kann? An welcher Stelle habe ich es früher schon einmal geschafft, meine Selbstzweifel zu überwinden und eine Herausforderung zu bewältigen?“

Denken Sie einfach mal ein bis zwei Minuten nach und schreiben Sie beispielhafte Erfolgserlebnisse in Stichworten auf. Das können schon kleine Dinge sein – wir brauchen keine übermenschlichen Heldengeschichten. Wichtig ist nur, dass Ihnen beim Blick zurück bewusst wird: „Es ist nicht das erste Mal, dass ich eine Aufgabe stemme, vor der ich Respekt habe. Das kann ich!“

Wählen Sie jetzt einen dieser Momente aus. Versetzen Sie sich nun so genau wie möglich zurück in die Situation, in der Sie eine Herausforderung trotz kleiner Selbstzweifel gut bewältigt haben. Erinnern Sie sich an das gute Gefühl, als die Hürde geschafft war. Ganz wichtig: Fragen Sie sich, mit welcher Haltung Sie das hinbekommen haben. Was haben Sie gedacht, welche Körperhaltung hatten Sie, wie sind Sie aufgetreten? Und klopfen Sie sich ruhig noch selbst auf die Schulter, wie viel Sie in Ihrem Leben schon so bewältigt haben!

Mit dieser kleinen Zeitreise versetzen Sie Ihr Hirn in einen positiven Lösungszustand. Sie fokussieren auf Erfolge und konzentrieren sich so auf Ihre Fähigkeiten, anstatt sich mit Versagensängsten das Leben schwer zu machen. Klingt zu einfach? Mag sein! Aber die Hirnforschung zeigt uns, dass wir Positiveres leisten, wenn wir uns sehr detailliert in positive Erlebnisse der Vergangenheit hineindenken und fühlen. So nehmen Sie sich selbst als bestes Beispiel – und zeigen sich, dass Sie auch jetzt über sich hinauswachsen können. Viel Spaß!

Über Nicola Fritze

Nicola Fritze ist erfolgreiche Rednerin, Trainerin, Podcasterin und Buchautorin zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation. Die Pädagogin ist zudem gefragte Beraterin für Unternehmen zu strategischen Fragen der Mitarbeitermotivation. Ihr Buch „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“ ist seit 2013 auf dem Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nicolafritze.de.