Mann freut sich über ein Foto von sich selbst das er in der Hand hält

Ich weiß, was ich will und tu, was gerade geht!

Wie Sie Kompromisse mit sich selbst schließen, um auch auf der Arbeit wach, gesund und motiviert zu bleiben

Ich weiß, was ich will Wie können wir im Alltag das tun, was uns gut tut? Was als Frage etwas banal klingt, ist im echten Leben eine echte Herausforderung. Schließlich richten wir uns sehr häufig nach den Bedürfnissen anderer, anstatt auf die eigenen zu hören. Der Chef, der schnell etwas erledigt haben will. Die Deadline für das Projekt. Der Wunsch des Kollegen, sich heute mal so richtig bei Ihnen auszuheulen. Da kommt einem das Gespür für die eigenen Bedürfnisse schnell abhanden.

Natürlich können wir unsere Umwelt nicht einfach verändern. Der Chef bleibt Chef, der Kollege Kollege. Umso wichtiger ist es, ein waches Gespür für sich selbst zu behalten. Zu sagen: „Moment! Ich gucke mal kurz in mich rein und mache eine Mini-Pause im Alltag.“ In diesen kleinen Momenten des Innehaltens können Sie nach innen schauen. Sich fragen: „Wie geht es mir gerade? Was brauche ich, damit es mir gut geht?“ (Mehr dazu in meiner letzten Kolumne)

Nur wenn Sie immer wieder ehrlich in sich schauen, bleiben Sie lebendig, anstatt einfach zu funktionieren. Sie entwickeln ein Gespür dafür, was in diesem Moment gut für Sie selbst ist. Das ist wichtig– denn wer seine Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt, beugt körperlichen und seelischen Krankheiten vor. Schlussendlich bedeutet ein waches Gespür für sich selbst vor allem eins: Dass wir das tun, was wir gerade wollen.

Aber wie geht das – gerade wenn wir uns getrieben fühlen durch Termine, Deadlines und Erwartungen unserer Außenwelt? Tatsächlich können Sie sich ja nicht einfach mitten im Meeting schlafen legen, weil sie sich gerade müde fühlen. Aber trotzdem ist es gut, wenn Sie Ihre Müdigkeit bemerken. So können Sie sich nach dem Meeting bewusst eine Auszeit nehmen und das Ihren Kollegen auch mitteilen. In dieser Zeit können Sie ein paar Schritte spazieren gehen, kurz im Schreibtischstuhl einnicken oder einfach nur in die Luft schauen und nichts tun. Wichtig ist nur: Sie spüren, was Sie gerade brauchen. Und Sie holen sich so viel davon, wie eben gerade geht.

Sprich: Sie schließen einen Deal mit sich selbst. Die Befriedigung unserer Bedürfnisse bedeutet auch immer die Suche nach Kompromissen: Bedürfnis gegen Möglichkeiten in diesem Moment. Wir achten darauf, was wir gerade brauchen. Dieses Bewusstsein bringen wir dann in Einklang mit den Regeln und Gepflogenheiten unserer Umwelt in diesem Moment.

Das mag etwas mühsam klingen – ist aber allemal die gesündere, lebendigere Variante im Vergleich zum einfachen Funktionieren im Alltag. Denn wenn Sie sich dauerhaft über die Grenze treiben, ohne auf die eigenen körperlichen und seelischen Wünsche Rücksicht zu nehmen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Sie die Rechnung dafür erhalten. Und wer will die schon haben, wenn wir uns negative Folgen durch ein paar bewusste Gedanken im Alltag sparen können?!

 

 

Über Nicola Fritze

Nicola Fritze ist erfolgreiche Rednerin, Trainerin, Podcasterin und Buchautorin zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation. Die Pädagogin ist zudem gefragte Beraterin für Unternehmen zu strategischen Fragen der Mitarbeitermotivation. Ihr Buch „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“ ist seit 2013 auf dem Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nicolafritze.de.