HRM: Mutige Teams

Mut in Zeiten des Wandels: HRM – wie Mut Ihrem Team hilft, Veränderungen zu bewältigen

Motivation am Montag von Nicola Fritze, Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und Motivation

Mit welchem Gefühl schauen Sie eigentlich auf die Zeit, in der wir leben?

Ich würde sagen, dass wir in unsicheren und nicht berechenbaren Zeiten leben. Zumindest fühlt es sich so an: eine Krise jagt die nächste. Das Tempo geht überall hoch, der Veränderungsdruck nimmt auf allen Ebenen stetig zu. Wäre alles nicht so schlimm, wenn nur ausreichend Orientierung da wäre. Und mit ihr die Klarheit: Wo geht es hin? In welche Richtung lohnt es sich zu laufen? Wenn diese Fragen beantwortet sind, ist auch das unsicherste Terrain navigierbar… aber sind sie halt nicht!

HRM: Mehr Mut für den Wandel

Neulich hatte ich ein interessantes Gespräch bei einer Kundin, die mir sagte: „Wissen Sie, Frau Fritze, wir haben halt keinen A… in der Hose, das macht alles noch viel unsicherer.“ Ihre These war, dass wir schlicht mehr MUT brauchen im Umgang mit den Unwägbarkeiten, vor denen wir als Unternehmen und als Gesellschaft stehen.

Mut tut sicher gut. Doch bevor wir mutig sind, brauchen wir doch erst mal Orientierung, oder? Und an mancher Stelle mehr Zeit zum Nachdenken. Und gute Ideen! Meine Kundin sagte: „Am Schluss geht es nicht ohne den Mut, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Das ist eine innere Haltung. Wenn die nicht da ist, bringen Ihnen die besten Ideen nichts!“

Mut, Wollen und Sinn gehören zusammen

Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Und mir kam in den Sinn: Mut hat geschichtlich mehrere Wortbedeutungen. Zum einen meint Mut das „sich mühen“ und „heftig nach etwas streben“. Aber das Wort ist auch verwandt mit dem Begriff „Sinn“, aber auch „Seele“ und „Wollen“.

Auf einmal konnte ich mit dem Wort Mut noch viel mehr anfangen. Tatsächlich kommen wir mit Veränderung nicht klar, wenn wir nicht bereit sind, unsere Komfortzonen zu verlassen. Wir müssen „heftig nach etwas streben“. Und das geht am besten dann, wenn wir einen Sinn darin sehen. Wenn wir wissen, warum wir uns reinhängen und eben – mutig sind.

Teams sind mutig, wenn sie die Veränderung sinnvoll finden

Wahrscheinlich verbirgt sich da des Pudels Kern. Mutig kann man halt nur sein, wenn man innerlich genau weiß: wofür eigentlich?! Wenn der Sinn der Veränderung klar ist, und das Ziel attraktiv, dann fällt Mut recht leicht. Nicht hingegen, wenn die Veränderungen nur von oben runter gereicht werden und es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenig Eigenes zu entdecken gibt.

In anderen Worten: Wenn Sie von Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Mut wollen, sorgen Sie auch für Sinn und Gestaltungsspielraum! Nur wenn Ihre Leute wissen, wofür sie sich reinhängen, werden sie es auch tun. Dann hat auch der Mut Platz, den man braucht, um wirklich etwas zu reißen. Und auf einmal sehen die Veränderungen, denen Sie gegenüberstehen, gar nicht mehr so bedrohlich aus. Hauptsache, Sie und Ihr Team gestalten Sie gemeinsam!

Über Nicola Fritze

Nicola Fritze ist erfolgreiche Rednerin, Trainerin, Podcasterin und Buchautorin zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation. Die Pädagogin ist zudem gefragte Beraterin für Unternehmen zu strategischen Fragen der Mitarbeitermotivation. Ihr Buch „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“ ist seit 2013 auf dem Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nicolafritze.de.