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HR-Trends 2014 / 2015

Vom digitalen Recruiting bis zum Talent Management mit Moocs und Co.

Worauf kommt es in der Personalführung eigentlich an? Darauf, Mitarbeiter zu gewinnen, zu binden und zu fördern sowie darauf, eine wertvolle Unternehmenskultur als festen Bestandteil im Unternehmen zu etablieren. Daran hat sich auch 2014 nichts geändert. Allerdings sind die Methoden heute andere wenn es darum geht, diese Ziele zu erreichen. Eine neue Generation von Fachkräften und das digitale Zeitalter erfordern spätesten jetzt ein Umdenkenden bei den Personalmanagern. Im Folgenden erhalten Sie eine Checkliste zu Themen wie Mitarbeiterrekrutierung, Employer Branding und Talent Management:

  1. Recruting: Die klassische Zeitungsanzeige hat ausgedient. Heute werden Mitarbeiter mobil oder über Webportale wie www.whatchado.com/de/rekrutiert. Wer diese Tatsache nicht akzeptiert, wird in den nächsten Monaten den Kampf um hoch qualifizierte Fachkräfte gegen die Konkurrenz zu 100 Prozent verlieren. Arbeitssuchende durchforsten heute per Smartphone das Web nach attraktiven Stellenangeboten – in der Bahn, im Flugzeug oder im Urlaub. Gewähren Sie daher unbedingt einen unkomplizierten Bewerbungsprozess sowie eine responsive Website. Ihre Webpräsenz muss kompatibel für Zugriffe von den Smartphones sein.
  1. Employer Branding: Das Unternehmensimage spielt sowohl bei der Rekrutierung als auch bei der Mitarbeiterbindung eine große Rolle. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels können sich High Potentials den attraktivsten Arbeitgeber unter unzähligen Mitstreitern aussuchen und haben die Qual der Wahl. Dafür schauen sie sich ihren potenziellen neuen Arbeitgeber ganz genau an, lesen Bewertungen im Web und checken vorher genau ab, wie attraktiv ein Unternehmen für sie ist. Über Bewertungsportale wie www.kununu.com können Sie Ihr Firmenimage aktiv mitgestalten und für eine gute Reputation sorgen. Integrieren Sie hierzu Ihre bereits angestellten Mitarbeiter. Sie wissen am besten, was sich potentielle Arbeitnehmer wünschen und eine gute Arbeitgeberbewertung von ihnen wirkt immer glaubwürdiger, als die des Managements selbst.
  1. Talent Management: Betrachten Sie Ihre Mitarbeiter als Konsumenten und stellen Sie Ihnen Tools zur Verfügung, die ihnen das Arbeiten und Lernen erleichtern. Cloud-Kommunikation, mobile Technologien und Webinare gehören heute zum Arbeitsalltag mit dazu. So genannte Moocs gewähren Lernen in Echtzeit:

Achten Sie zudem auf die individuelle Förderung einzelner Mitarbeiter und ermitteln Sie gemeinsam mit ihnen Key-Performance-Indikatoren (KPIs). Mitarbeitern fördern bedeutet heute stärker auf die Individuen einzugehen, Raum für eigene Ideen und Eigenverantwortung zu schaffen. Besonders die Generation Y, die nach 1980 Geborenen, gilt als Generation der Selbstbestimmer und legt Wert auf Flexibilität. Wer sie als wichtiges Kapital für das Unternehmen begreift, der muss sich auf ein neues Chef-Mitarbeiter-Verhältnis einlassen, damit dieses Kapital nicht irgendwann einer anderen Firma zugutekommt. Junge Talente können heute übrigens schon während der Studienzeit gefördert und für sich gewonnen werden. Über manche Recruiting-Portale finden Sie eine Datenbank talentierter Schüler und Studierender aller Fachrichtungen, deren Entwicklung Sie beobachten und für die Sie eine monatliche finanzielle Förderung vereinbaren können. Im Gegenzug verpflichtet sich das geförderte Talent dazu, nach der Ausbildung für Sie zu arbeiten.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Lernkultur im Unternehmen.

Des Weiteren finden Sie hier ein empfehlenswertes Whitepaper des Unternehmens Lumesse zum kostenlosen Download: Die Top 10 Talent Management Trends

  1. Mitarbeiterbindung: Die Kosten für einen Mitarbeiter, der das Unternehmen verlässt belaufen sich laut Empoyment Policy Foundation auf 15.000 US-Dollar pro Mitarbeiter. Personalmanager tun demnach gutes daran, einen Mitarbeiter so lange wie möglich an ein Unternehmen zu binden. Investieren Sie lieber in flexible und kreative Vergütungssysteme, sinnvolle Zusatzleistungen, flexible Arbeitszeiten und Mitarbeiterevents. Machen Sie Ihre Mitarbeiter zu Fans, nicht zum Mittel zum Zweck.
  2.  Globalisierung: Vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung wird es immer wichtiger, mit kultureller Vielfalt umzugehen. Zum Zwecke der Vernetzung integrieren Unternehmen zunehmend Social-Media-Funktionen in ihre HR-Software. Vernetzung, Kommunikation und Wissensaustausch stehen hier ganz oben auf der Prioritätenliste. Führungskräfte müssen interkulturelle Teams managen, Mitarbeiter der unterschiedlichsten Länder miteinander arbeiten. Über Tools wie Yammer, Communote oder Social Spring können sowohl öffentlich als auch zwischen ausgewählten Parteien Informationen ausgetauscht werden. Firmeninterne Social Networks erleichtern Arbeitsvorgänge, gewähren schnelle Absprachen, schaffen mit einer gemeinsamen Plattform ein Wir-Gefühl und wirken zudem nach außen.
Stärken Sie die Mitarbeiterbindung übrigens auch mit der richtigen Vergütung:  Nutzen Sie die die 44 € Freigrenze im Rahmen steuerfreier Zusatzleistungen und tun Sie Ihren Mitarbeitern etwas Gutes!

Erfahren Sie mehr:

 

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.