Hand will Wort Fehla wegradieren

Fehlerkultur und Fehlermanagement im Unternehmen

Der positive Umgang mit Fehlern als zentrales Instrument der Mitarbeitermotivation

Frau schreibt Fehler falsch: Fehlermanagement im Unternehmen„Aus Fehlern kann man lernen“ oder wie war das noch mal? Das korrekte Handling mit Fehlern und den daraus resultierenden Lernprozessen ist enorm wichtig für den gesamten Unternehmenserfolg. Fehlertoleranz und Fehlerfreundlichkeit werden als zentraler Wettbewerbsfaktor immer relevanter: Besonders die Finanzkrise 2008/2009 zeigte, dass fragwürdige Mitarbeiterführung und Firmenphilosophien sowie kollektives und vorsätzliches Übersehen von Fehlern zu einer Anhäufung folgenschwerer Schäden führen können.

Doch gehen Sie in Ihrem Unternehmen richtig mit den Fehlern Ihrer Mitarbeiter um? Sprechen Sie Fehler in großer Runde oder persönlich an? Wie vermeiden Sie, dass genau die gleichen Fehler wieder auftreten?

Mit Fehlermanagement zu Fehlerprävention und Mitarbeitermotivation

Eines ist klar, Fehler passieren, besonders am Arbeitsplatz. Wichtig ist der Umgang damit und die Etablierung einer Fehlerkultur im Unternehmen, um Mitarbeiter weder zu demotivieren, noch dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Ein intelligentes Fehlermanagement gilt heute als zentrales  Instrument der Mitarbeitermotivation. Unterläuft einem Angestellten ein Fehler, vielleicht aus Unwissenheit oder auf Grund mangelhafter interner Kommunikation und wird er dann dafür auch noch getadelt oder sogar vorgeführt, ist die Motivation bis auf weiteres dahin. Die nächsten Tage wird der Mitarbeiter sicher ungern zu Arbeit gehen.

Stattdessen sollten hier eher Maßnahmen greifen wie konstruktive Feedbackgespräche, das Erkennen von Lerneffekten, die  Weitergabe dieser Lerneffekte an das Team (Lernsystem installieren) und dafür zu sorgen, dass Fehler von Mitarbeitern direkt kommuniziert und nicht aus Angst vertuscht werden. Denn manchmal muss einfach schnell gehandelt werden, um gravierende Folgen zu vermeiden. In manchen Unternehmen werden Fehler, je nachdem wie gravierend sie sind und wie hoch der Handlungsbedarf ist, in A-Fehler und B-Fehler eingeteilt. Am Anfang stehen die objektive Überprüfung der Fakten und Daten sowie im Nachgang eine sachliche Kommunikation und das Etablieren gemeinsamer Manöverkritiken nach Etappenzielen im gesamten Team. Wichtig ist später zu hinterfragen, warum überhaupt ein Fehler passiert ist und zu reflektieren.

Am Ende entscheidet unter anderem das Fehlermanagement über die Qualität der Leistungen, das Engagement der Mitarbeiter, den Erfolg des Unternehmens und darüber, ob es einmal zu einer schwerwiegenden Katastrophe kommt oder nicht.

Buchtipp: Fatale Fehler: Oder warum Organisationen ein Fehlermanagement brauchen

In seinem Buch „Fatale Fehler: Oder warum Organisationen ein Fehlermanagement brauchen“, beschreibt Autor Jan U. Hagen warum eine Fehlerkultur im Unternehmen so wichtig ist, wie wir uns fühlen, wenn wir Fehler machen und zeigt anhand von Beispielen aus der Praxis auf, wie ein einschlägiges Fehlermanagement entwickelt werden kann, von dem heute nur jedes moderne Unternehmen profitieren kann.

  • Verlag: Springer Gabler; Auflage: 2013 (29. Juli 2013)
  • ISBN-10: 3642389430
  • EUR 39,99

 

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.