Mann deutet vor einer Frau auf seine Uhr

Schlechte Mitarbeiterführung: Direktiver Führungsstil und Co. führen zu Demotivation

Wenn der Chef seine Mitarbeiter demotiviert

falscheführungsstile_260x173„Der wichtigste Erfolgsfaktor eines Unternehmens ist nicht das Kapital oder die Arbeit, sondern die Führung.“ – Reinhard Mohn

Ob  kooperativer oder direktiver Führungsstil, die Hauptsache ist, Sie wählen einen Stil, der zu Ihnen passt und Ihnen gewährt ein authentischer Chef zu sein. Ohnehin haben zahlreiche Studien bewiesen, dass der größte Erfolg immer dann eintritt, wenn Entscheider eine Mischung aus verschiedenen Führungsstilen anwenden, je nach Situation und Notwendigkeit. Alles in allem ist dies wohl die größte Kunst kompetenter Führungskräfte.

Leider geht aus zahlreichen Studien auch hervor, dass schlechte Mitarbeiterführung Hauptgrund für demotivierte Mitarbeiter ist. Welchen Führungsstil auch immer Sie bevorzugen, einige bestimmte Verhaltensmuster gilt es dringend zu vermeiden.

Eine von der Hay Group durchgeführte Umfrage zum Thema „Führungsstil und Motivation“ ergab, dass 49 Prozent der Manager in Deutschland für ein demotivierendes Arbeitsklima sorgen sollen. Auch Autor Steven Sonsino hat sich mit dem Thema befasst und ein Buch zur Materie veröffentlicht. In „Seven failings of really useless leaders“ beschreibt er die größten Fehler, die eine Führungskraft bei seinen Mitarbeitern machen kann. Dazu zählen für ihn die Überwachung durch sogenannte Micromanager, die Zerstörung von Enthusiasmus, unzureichende Kommunikation, das Auslassen von Lob und Anerkennung sowie die ungerechte Behandlung der Mitarbeiter. Auch der Ausdruck von Gefühlen beziehungsweise das Wahrnehmen der Gefühle seines Gegenübers sei ein viel zu unterschätzter Punkt. Chefs sollten sich laut Sonsino um ihre Mitarbeiter kümmern, sie in Entscheidungen und Entstehungsprozesse einbinden, um so auf einfachem Wege zu motivierten Mitarbeitern zu gelangen.

Auch der Umgang mit Fehlern sei bei vielen Unternehmen ein Problem. Oft werde nicht erkannt, dass Fehler zum Ausprobieren dazu gehören, Lernpotential beinhalten und die Bestrafung solcher nur dazu führe, dass Mitarbeiter sich nichts mehr trauen. In amerikanischen Firmen spräche man daher nicht von Erfolgen oder Zielen sondern häufig von Commitments – die Mitarbeiter versprechen sich hundertprozentigen für das Unternehmen und die Projekte einzusetzen und stets ihr Bestes zu geben.

Das Buch “Seven failings of really useless leaders” von Steven Sonsino ist über amazon.de erhältlich.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.