Mitarbeiter sitzen als Jury am Tisch und halten gemalte Smileys vorm Gesicht

Der Haha-Effekt: Glückliche Mitarbeiter leisten mehr

Empathie als Führungskompetenz

Der Haha-Effekt Gefühle bestimmen und beeinflussen maßgeblich, wie wir Menschen handeln, was wir leisten können und wie motiviert wir sind. Läuft gerade alles rund in unserem Leben, meistern wir schwierige Aufgaben im Büro automatisch leichter und stecken Stress besser weg. Geht es uns gerade nicht so gut, kann uns ein blöder Spruch oder ein schlecht gelaunter Kunde schnell den Rest geben. Daraus folgt: Glückliche Mitarbeiter sind motivierter, resistenter und konzentrierter. Chefs tun also gut daran ihren Angestellten mit Empathie gegenüber zu treten und für gute Stimmung im Team zu sorgen. Stellt sich die Frage: Wie können Sie als Chef die Gefühlswelt und Emotionen Ihrer Angestellten beeinflussen, nutzen oder gar steuern?

Gute Laune im Büro

Auf das Privatleben beziehungsweise die private Gefühlswelt der Mitarbeiter haben Vorgesetze natürlich keinen Einfluss. Dennoch gibt es einige Faktoren, die für gute Laune am Arbeitsplatz sorgen und auch gerade nicht so motivierte Angestellte wieder aus ihrem Tief ziehen können. Einen emotional gesunden Arbeitsplatz zu schaffen ist nicht schwer. Ein freundliches Arbeitsklima, Wertschätzung, Selbstbestimmung und sich gemeinsam über Erfolge freuen ist schon sehr viel wert und kann sich gravierend auf die Stimmung im Team auswirken.

Wenn Sie als Führungskraft dann noch mit gutem Beispiel voran und jeden Morgen fröhlich ans Werk gehen, ist schon viel gewonnen. Gute Laune ist nämlich ansteckend. In einem unserer letzen Beiträge haben wir bereits darüber berichtet, genauer gesagt über die sogenannten Spiegelneuronen in unserem Gehirn. Das sind die Nervenzellen, die unter anderem für die Empathie, die Erkennung der Stimmung unseres Gegenübers, verantwortlich sind – und über die demnach jeder Chef verfügt. Die Hirnforschung zeigt uns, dass die Einschätzung der emotionalen Situation unseres Gegenübers innerhalb weniger Millisekunden erfolgt – ein angeborenes HRM-Tool sozusagen.

Gefühle erkennen, nutzen und steuern

Mit dieser gegebenen Empathie können Sie die Gefühlslage Ihrer Mitarbeiter bei genauerem Hinsehen nicht nur erkennen sondern auch nutzen. Gibt es im Team Zweifel und Frustration, so nutzen Sie diese doch zur Etablierung einer neuen Strategie. Herrscht gerade ein Stimmungshoch, dann loben Sie doch einmal ihre Mitarbeiter und animieren Sie sie dazu, Ihr Unternehmen auf Portalen wie kununu.com und Co. zu bewerten. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um Ihr Arbeitgeberimage mit Hilfe Ihrer Mitarbeiter in der Online-Welt zu stärken.

Gibt es Unstimmigkeiten unter den Mitarbeitern gehen Sie mit Ihnen Bungeespringen. Gemeinsam bibbern und über sich hinauswachsen schweißt zusammen.

Setzen Sie auf Seminare für positives Denken – tolle Experten und Coaches bieten heute Workshops speziell für Firmen und Mitarbeiter an:

Zeigen auch Sie aufrichtig Freude an den guten Leistung Ihrer Mitarbeiter. So fällt es Ihrem Gegenüber unterbewusst leichter, ein bestimmtes Verhalten / eine bestimmte Tätigkeit zu wiederholen und ganz nebenbei wird seine Laune verbessert.

Emotionales HRM

Agieren Führungskräfte und Vorgesetzte ausschließlich sachlich, erreichen Sie erwiesenermaßen weniger bei Ihren Angestellten. Zeigen sie auch mal Emotionen, also werden sie wütend wenn ein Mitarbeiter ständig zu spät kommt oder freuen sich wenn ein Mitarbeiter ein bestimmtes Ziel erreicht, wird diese Reaktion sicher stärker beim Rezipienten ankommen. Emotionen berühren Menschen und animieren sie zum Handeln.

Gefühle sind ein wichtiges Steuerungsinstrument und können ausschlaggebend sein für den Erfolg eines Unternehmens. Es geht nicht darum jeden Mitarbeiter nun mit Samthandhuschen anzufassen und am Ende den Arbeitnehmer beim Verscheiden seines Kanarienvogels frei zu stellen. Es geht darum die eigenen Antennen auszufahren und Einfühlungsvermögen an den Tag zu legen – wer Gefühle als Werkzeug mit in sein HRM aufnimmt und Mitgefühl zeigt, der kommt sicher schneller an sein Ziel und darf sich über positive Ergebnisse freuen.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.