Mitarbeiter weist Mitarbeiter mit verbundenen Augen den Weg

Blind Dates für die Belegschaft

...weil erfolgreiche Mitarbeiterführung eine Herzensangelegenheit ist

Auch wenn schon wieder der Valentinstag bevor steht, beim neuesten Trend in Sachen Mitarbeiterführung – den Blind Dates für die Belegschaft – geht es nicht darum, als Chef nun den Amor für die Angestellten zu spielen. Hier geht es vielmehr um das Kennenlernen der Kollegen untereinander, und zwar abteilungsübergreifend. Gerade bei größeren und stetig wachsenden Unternehmen ist es manchmal gar nicht mehr möglich, alle Arbeitskollegen und deren Aufgaben zu kennen oder zu wissen, wer sich im Betrieb eigentlich um die Buchhaltung oder um das Marketing kümmert.

Um Arbeitsklima und Arbeitsabläufe zu verbessern, transparenter zu agieren und Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihren Horizont zu erweitern, schickt die kanadische Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FreshBooks ihre Angestellten jetzt zu Blind Dates. Gemeinsame Workshops, Unternehmungen und Co. zufällig ausgewählter Mitarbeiter sollen dazu beitragen, durch besseres Kennenlernen die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens zu verbessern und dafür sorgen, dass auch im Großbetrieb das persönliche Miteinander nicht verloren geht.

Und: es soll funktionieren. Die Verbindung, die Mitarbeiter untereinander aufbauen, soll sich positiv auf die Einsatzbereitschaft und damit auf den gesamten Erfolg des Unternehmens auswirken. Man könnte auch von firmeninternem Social Networking sprechen. Publicity gab es allemal für den kanadische Vorreiter für diese unkonventionelle Methode.

Rentabel statt romantisch

Blind Dates für Mitarbeiter können sich in jedem Fall für das Unternehmen rentieren. Nichts desto trotz sollten sie auf freiwilliger Basis stattfinden. Sie sollten von keinem der Mitarbeiter als Pflichtprogramm und damit als demotivierend empfunden werden.

Um den Nutzen für das Unternehmen sicher zu stellen, sollte das gemeinsame Treffen nicht nur bei Kaffee und Kuchen, sondern auch im Rahmen eines kleinen Fortbildungskurses stattfinden. Crashkurse wie zum Beispiel „Yoga am Arbeitsplatz“, „Lachyoga“ oder „Stressmanagement“ können später auch anderen Kollegen zugute kommen und Erlebtes weitergegeben werden.


Um die Erlebnisse nach außen zu tragen und ebenfalls andere Mitarbeiter teilhaben zu lassen, ist es immer schön, das Ereignis zum Beispiel mit einem Post auf den sozialen Kanälen des Unternehmens für die Nachwelt festzuhalten.

Fazit: So oder so, wer seinen Mitarbeitern eine Plattform für den sozialen Austausch bietet, der stärkt nicht nur Arbeitsklima sondern darf sich über Nebeneffekte wie engagierte Mitarbeiter und eine agilere Performance im Unternehmen freuen. Wenn das nicht das Herz höher schlagen lässt…

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.