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Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Durch aktienbasierte Vergütung zu Motivationssteigerung

Neben Sachzuwendungen und Mitarbeiter-Incentives erfährt zurzeit auch die aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligung einen Aufschwung. In zahlreichen Unternehmen rund um den Globus wird sie genutzt, um Mitarbeiter mit in die Verantwortung zu ziehen, Fachkräfte zu binden und Angestellte dauerhaft zu motivieren. Doch wirkt sich diese Art von aktienbasierter Vergütung wirklich positiv auf Performance und Engagement aus? Wie stehen Mitarbeiter dieser Art von Vergütung gegenüber und welche Gefahren lauern hier für Sie als Arbeitgeber?

Studie bestätigt Erfolg von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen

Weltweit vertrauen Arbeitgeber auf positive Anreizeffekte mittels Unternehmensbeteiligung durch aktienbasierte Vergütung, auch Long-Term Incentives genannt (LTI). Dies belegt die Erhebung „Global Equity Insights 2015“, die internationale Studie zur Praxis aktienbasierter Vergütung mit Blick auf den Zusammenhang zwischen Vergütungsdesign, Unternehmenserfolg und Zufriedenheit aus Arbeitnehmer- sowie Arbeitgebersicht.*

Befragt wurden rund 145 Unternehmen aus über 20 verschiedenen Ländern. Laut der Studie werde in Nordamerika diese Art der Vergütung häufiger genutzt als in Europa. Im Personalmagazin ist zu den Resultaten der Erhebung zu lesen: „Die Studienergebnisse legen offen, dass Unternehmen, die höhere Anteile der Vergütung in aktienbasierter Form gewähren und möglichst viele Mitarbeiter an ihren aktienbasierten Plänen teilhaben lassen, eine erkennbar höhere Performance aufweisen als die Unternehmen, die diesbezüglich eine schwächere Aktienkultur pflegen.“

Teilen macht Sinn

Diverse deutsche Unternehmen machen es vor und zeigen, dass Mitarbeiterbeteiligungsprogramme funktionieren können. Bei Siemens beispielsweise erhält jeder Mitarbeiter für drei eingekaufte Siemens-Aktien eine vierte umsonst dazu. Einzige Bedingung: Eine Haltefrist von ebenfalls drei Jahren. Das scheint bei den Mitarbeitern gut anzukommen und die Identifikation mit Unternehmen und Arbeitgeber zu stärken. Dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen weist international rund 148.000 Teilnehmer auf und zählt damit zu den erfolgreichsten weltweit.

Gemeinsam entscheiden

Trotz des hohen Wertschöpfungspotenzials und der positiven Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg bleibt abzuwägen, ob sich aktienbasierte Vergütung für jedes Unternehmen eignet. Schon hier sollten Mitarbeiter in den Entscheidungsprozess integriert werden. Aktienbasierte Vergütungen sind nicht jedermanns Sache, sind sie doch viel komplexer als Grundgehalt, Boni und Co. So mancher Mitarbeiter möchte auch gar nicht eine derartige Verantwortung tragen und empfindet die Übertragung solcher Anteile eher als Last, denn als Ansporn oder Belohnung. Machen Sie eine Umfrage im Unternehmen, bieten Sie die aktienbasierte Vergütung auf freiwilliger Basis an und etablieren Sie ein umfangreiches, fortlaufendes Kommunikationskonzept für den Fall, dass Sie sich gemeinsam dafür entscheiden. Komplexe rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen sind grundlegende Voraussetzung und machen die Umsetzung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen sehr aufwändig. Es kann sich jedoch lohnen. Wer auf Nummer sicher gehen will: Auch individuell einlösbare Gutscheine oder kleine Wochenendtrips als Incentive erfüllen ihren Zweck, um Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren, zu belohnen und zu binden.

* Quelle: Weltweite Online Befragung von hkp/// für die Global Equity Organization (GEO)

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.