Mitarbeiterin hält Erste Hilfe-Koffer

Erste Hilfe bei Fehlschlägen am Arbeitsplatz

Mit diesen 7 Sofortmaßnahmen von Dipl.-Psych. Rolf Schmiel nehmen Sie wieder Kurs auf Erfolg!

Dipl.-Psych. Rolf SErste Hilfe bei Fehlschlägen am Arbeitsplatzchmiel stellte erst letzte Woche sein neuestes Buch „Senkrechtstarter“ vor und gab hier auf incentimo.de erste Einblicke zum Thema „Schöner scheitern, wie aus Niederlagen wieder neue Erfolge werden“. Speziell für dieses Buch entwickelte der Autor eine Strategie aus sieben einfachen Schritten, die auf den Erkenntnissen der Motivations- und Resilienz-Forschung beruht. „Vielleicht wird sie manchem zu schlicht erscheinen, doch wenn man am Boden liegt, benötigt man keine komplizierten Erklärungen, sondern man will bloß wissen, wie es weitergehen soll“, so Rolf Schmiel. Über einen langen Zeitraum hinweg befasste und studierte er die Verhaltensweisen und Lebensläufe prominenter Erfolgsmenschen und zeigt, dass selbst diese mindestens einmal in ihrem Leben schmerzhaft scheiterten. Die Kunst ist, aus seinen Niederlagen das Beste herauszuholen, nicht aufzugeben und vor allem Durchhaltevermögen an den Tag zu legen. Dass man auch mal scheitert, lässt sich nicht vermeiden, doch wie man sich nach einem Rückschlag verhält, das ist ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg.

Keine Angst vor dem Versagen
Im Folgenden finden sie sieben Sofortmaßnahmen wenn mal wieder nicht alles nach Plan verläuft, ein ErsteHilfe-Kit zum Scheitern sozusagen. Denn auch wenn Scheitern in unserer Karrierekultur verpönt ist, so gehört es in Wahrheit eben einfach dazu. Fragen Sie sich lieber was Sie Sie daraus lernen können, betrachten Sie das Scheitern eher als Feedback.

Egal ob es um ein Projekt, einen Mitarbeiter oder Kunden geht – so werden aus Niederlagen wieder Erfolge:

1. Keine Panik!
Egal, wie schwer Ihre Krise auch sein mag, reagieren Sie nicht panisch auf die aktuelle Situation. Kurzschlussreaktionen lassen aus lösbaren Problemen kapitale Katastrophen entstehen. Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen zu unüberlegtem Handeln verleiten. Panik ist kein guter Ratgeber. Stattdessen: Einatmen, ausatmen, weiterleben!

2. Ist-Situation analysieren!
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie Ihre rosarote Brille absetzen müssen. Schluss mit dem Selbstbetrug! Nur ein schonungsloser Realitätscheck kann Sie weiterbringen. Hören Sie auf, anderen die Schuld zu geben. Verlassen Sie die Opferrolle und übernehmen Sie Verantwortung. Nur so werden Sie zum Steuermann Ihres Krisenkahns.

3. Kraft tanken!
In herausfordernden Zeiten ist es besonders wichtig, gut zu sich selbst zu sein. Unabhängig davon, wie viel Arbeit zu leisten ist oder welche Probleme es zu meistern gilt: Nehmen Sie sich Zeit, um neue Kraft zu sammeln. Machen Sie Musik, meditieren Sie, lassen Sie sich verwöhnen. Gerade jetzt! Auch wenn andere es vielleicht nicht verstehen können, tun Sie es trotzdem! Tanken Sie körperliche und geistige Energie. Sie werden sie brauchen.

4. Verbündete suchen!
Machen Sie nicht den Fehler und verfallen Sie in eine Macho-Attitüde wie »Ich bin allein da reingekommen, ich komm da allein auch wieder raus.« Sie brauchen Menschen an Ihrer Seite, die Sie als »Förderer und Forderer« unterstützen. Förderer helfen Ihnen, Ihr angeknackstes Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Sie brauchen aber auch »Forderer«! Das sind diejenigen, die Ihnen notfalls in den Hintern treten, wenn Sie nicht ins Handeln kommen. Lassen Sie sich von Profis helfen, die sich mit Ihrem Dilemma auskennen. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und sagen Sie: »Ich brauche Hilfe.« Erst ab diesem Moment können Fachleute eingreifen, um Sie erfolgreich zu unterstützen.

5. Lösungen erarbeiten!
Erstellen Sie einen Plan, der Sie aus Ihrer Misere herausholen soll. Schreiben Sie glasklar auf, welche Schritte Sie kurz-, mittel- und langfristig durchführen wollen, damit Sie den Turnaround schaffen. Lassen Sie Ihren Plan von Verbündeten und Profis analysieren. Vergessen Sie bitte nicht: Beim letzten Mal hatten Sie sich auch alles vorher ausgemalt, und es hat trotzdem nicht funktioniert! Daher ist es überaus wichtig, dass Sie es diesmal besser machen. Feedback und Input von außen sind dabei sehr hilfreich.

6. Gas geben! 
Nachdem sich die Panik gelegt hat, Sie Kraft getankt und sich Hilfe besorgt haben, ist es nun an der Zeit, ins Handeln zu kommen. Setzen Sie Ihren Plan um. Seien Sie diszipliniert: Bleiben Sie am Ball und seien Sie hart zu sich selbst. Denken Sie immer daran: Sie können Ausreden erfinden oder erfolgreich sein – beides zur gleichen Zeit geht nicht!

7. Erfolge feiern und dankbar sein!
Festigen Sie Ihre Selbstwirksamkeitsüberzeugung, indem Sie kleine und große Erfolge zelebrieren – es muss ja nicht gleich eine Magnum-Flasche Schampus sein. Gönnen Sie sich schöne Momente mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden. Bei allen Sorgen, die Rückschläge mit sich bringen, ist es überaus wichtig, Lebensfreude zu verspüren. Diese gibt Ihnen Energie und die Sicherheit, dass sich das Kämpfen lohnt! Und wenn Sie Ihren Frust und Ihre Niederlagen erfolgreich überwunden haben, vergessen Sie nicht, dankbar zu sein, denn Dankbarkeit ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.