Mensch mit Digitaluhr am Laptop

BGM: Das bringen digitale Gesundheitshelfer

Was Apps, Smartwachtes & Co. können müssen

Gesundheits-Portale, Fitness-Apps oder tragbare Sensoren wie Smartwatches oder Fitnessarmbänder sind ein nützliches und effektives Tool zur Realisierung eines nachhaltig erfolgreichen Gesundheitsmanagements im Betrieb. Doch laut einer gemeinsamen Studie der Psychologin Melanie Linnenschmidt, dem Sportmediziner Dr. Dirk Lümkemann und der Professorin für Gesundheitspsychologie Prof. Dr. Sonia Lippke nimmt eine Großzahl der Unternehmensführer diese Programme immer noch nicht für die Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter wahr. Zum einen seien deutsche Unternehmer zu wenig über die Folgen der täglichen arbeitsbedingten Belastungen informiert und unternähmen dementsprechend auch zu wenig in Sachen Gesundheit am Arbeitsplatz. Des Weiteren befürchteten Unternehmen hohe Kosten und Zeiteinbußen. Sie setzen lieber auf verbesserte Arbeitsbedingungen und Belastungsabbau, was ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des BGM ist. Doch im Gegensatz zu digitalen Gesundheitsprogrammen sind diese Maßnahmen teuer und können nicht auf individuelle Bedürfnisse und individuelle Gesundheitsverhalten reagieren.

Was bringen die digitalen Gesundheitshelfer?

Laut einer Studie der TU München, die das onlinebasierte BGM-Portal „Moove“ von Vitality zur Beantwortung dieser Frage einmal genauer unter die Lupe nahm, nahmen die User vor allem Angebote in Sachen Stressmanagement und Rückengesundheit in Anspruch. Über 80 Prozent der Studienteilnehmer nutzen kurze Video- Trainingseinheiten und wiesen hier eine hohe Akzeptanz auf. Vor allem das psychische Wohlbefinden der Nutzer soll gestiegen und die Stressbelastung gesunken sein. Es geht also in erster Linie um die Gesundheit auf psychischer, sozialer, emotionaler, spielerischer und verhaltensbezogener Basis.

Anforderungen an die digitale Gesundheitshelfer

Digitale Gesundheitsprogramme können einen absoluten Mehrwert für Ihr Gesundheitsmanagement darstellen. Die Auswahl an Gesundheits- und Fitness-Apps am Markt ist riesig. Vom Haut-Screening, über Schlafoptimierer, Kalorien- und Schrittzähler bis hin zu Yoga-Apps – hier bleiben keine Wünsche offen. Für den betrieblichen Einsatz eignen sich Apps mit Vergleichsfunktion und Vernetzungsmöglichkeiten. So kann zwischen Teams und Abteilungen zum Beispiel ein Fitness-Wettbewerb gestartet werden, was für noch mehr Ansporn und Motivation sorgt (Gamification). Wichtig ist bei diesen Apps auch eine Funktion, die individuelle Daten und Bedürfnisse (Gewicht / BMI / Ziele) berücksichtigt. In Verbindung mit einem Tracker-Armband wie zum Beispiel von Jawbone können Nutzer kleine Video-Tutorials mit Fitness-Übungen oder Meditationen zum Stressabbau ansehen, aufgrund der Personalisierung individuelle Tipps zu Ernährung, Bewegung und Vorsorge bekommen, einen High Score erreichen und eine Ratingfunktionen nutzen. Gewinner könnten zudem von Ihnen mit einem tollen Incentive belohnt werden.

Fazit: Digitale Gesundheitshelfer zahlen nicht nur auf die Vitalität der Mitarbeiter ein, sondern haben auch einen sozialen und motivierenden Charakter. Zudem ist die Etablierung eines digitalen Fitness-Programms immer ein Zeichen von Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und zahlt auf die Mitarbeiterbindung ein. Warum also nicht nutzen? Sie wissen ja wie ich immer sage: „ Verantwortungsvolles Handeln im und mit dem eigenen Unternehmen bedeutet auch Prävention zur Chefsache zu machen. Vergessen Sie nicht, fitte Menschen erreichen mehr.“

Über Boris Schwarz

Boris Schwarz ist Gesundheitsmotivator, Dozent, Kolumnist, Buchautor und gefragter Speaker zum Thema Gesundheit im deutschsprachigen Raum: Somit ein echtes Allround-Talent in Sachen Gesundheit, Fitness und Motivation. In seiner nunmehr über 20 jährigen Coaching-Erfahrung hat Boris Schwarz tausende Leser und Zuhörer zu einem gesünderen Lebensstil animiert.