Individualität bei der Mitarbeiterführung

Die 7 Wertvorstellungen deutscher Arbeitnehmer

Aktuelle Studie bescheinigt: Individualität statt Schubladendenken – Vergessen Sie Generation X, Y & Z

Sie kennen die Klassifizierung der Arbeitnehmer-Generationen X, Y und Z: Die Generation X, also zwischen 1965 und 1980 geborene Personen, gilt als ehrgeizig. Ihr wird ein gewisses Streben nach Erfolg und Status nachgesagt. Die zwischen 1980 und 1999 Geborenen sollen eher den Sinn hinter ihrem Schaffen suchen. Der Erfolg steht nicht an erster Stelle. Die nachfolgende, junge Generation Z gilt als internetaffin und soll großen Wert auf Anerkennung für gute Leistungen legen. Alles Quatsch! So lautet zumindest das Ergebnis einer Studie des Arbeitsministeriums, nach der Chefs ihren Führungsstil nicht weiter nach Klischeedenken bezüglich der Generation ihrer Mitarbeiter ausrichten sollten. Pauschaldenken ist einfach, doch die Realität stellt sich sehr viel komplexer dar.

Arbeit 4.0: Individuelle Wertevorstellungen statt generationsbezogener Einheitsbrei

Die Arbeit beziehungsweise die Art und Weise wie gearbeitet wird hat sich mit den Jahren weiterentwickelt, losgelöst von Alter oder Geschlecht der Mitarbeiter. Heute stehen uns viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung und wir stehen vor ganz anderen Herausforderungen, als es vielleicht noch vor 30 Jahren der Fall war. Heute ist es zum Beispiel selbstverständlich, dass Frauen Kind UND Karriere meistern, ganz gleich wann sie geboren sind. Auch Themen wie die Mitbestimmung am Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, betriebliches Gesundheitsmanagement, digitales Talentmanagement, eRecruting und Co. haben längst Einzug gehalten in deutsche Unternehmen.

So ändert sich laut der Studie der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesarbeitsministeriums „Wertewelten Arbeiten 4.0“ im Laufe der Zeit nur die Arbeitsweise und mit ihr die Wertevorstellung eines Mitarbeiters – unabhängig von soziodemografischen Gegebenheiten. Für diese Erhebung führte die INQA 1.200 Tiefeninterviews mit deutschen Arbeitnehmern aller Generationen durch. Demnach ist eine Schubladen-Einteilung abhängig vom Jahr der Geburt also nicht zielführend. Vielmehr herrschen unter den Arbeitnehmern individuelle Wertvorstellungen, worauf sich Chefs und Führungskräfte bei der Mitarbeiterführung, -bindung und -motivation fokussieren sollten. Laut der Studie zählen die folgenden Wertevorstellungen zu den am häufig genannten:

Die 7 Arbeitswelt-Wertvorstellungen der deutschen Arbeitnehmer

  1. Sicherheit (auch finanziell) – 30%
  2. Wertschätzung – 15%
  3. Leistung – 15%
  4. Work-Life-Balance – 14%
  5. Lebenssinn abseits der Arbeit -13%
  6. Effizienz & Verantwortung – 11%
  7. Selbstverwirklichung – 10%

Fazit: Einheitliche Kategorisierungen beziehungsweise Wertevorstellungen basierend auf dem Jahr der Geburt sind in der Realität pauschal nicht zu treffen. Vielmehr gelten unter deutschen Arbeitnehmern individuelle Arbeitswelt-Wertevorstellungen. Wer diese erkennt hat künftig ein effizientes Tool zur Motivation und Führung seiner Mitarbeiter an der Hand.

Über Stefanie Rehm

Stefanie Rehm ist Diplom-Onlinejournalistin und für eine Frankfurter Internetagentur tätig. Als Expertin für alle Formen der unternehmensinternen und – externen Kommunikation kümmert sie sich unter anderem um diverse Online-Magazine oder um die Außendarstellung der Agentur-Kunden. Seit über drei Jahren schreibt sie regelmäßig Fachartikel und Blogartikel rund um Human Resources Management.