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Vier-Tage-Woche? Klar! Fünf Gründe für reduzierte Arbeitszeiten

Motivation am Montag von Nicola Fritze, Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und Motivation

Erinnern Sie sich noch, welche Prognosen es zur breiten Einführung des Personal Computer – des sogenannten PC – gab? Genau: wir werden alle weniger arbeiten! Schließlich würden die Maschinen uns schrecklich viele Aufgaben abnehmen.

Tja, heute lachen wir über diese Hoffnungen der Vergangenheit. Denn die Realität sieht etwas anders aus. Wir arbeiten gefühlt mehr denn je. Und an vielen Stellen ist unklar, ob uns die technischen Gehhilfen im Alltag nicht mehr Arbeit machen statt weniger.

Dabei muss die Stundenkurve nicht immer nur nach oben zeigen. Alternative Arbeitszeitmodelle experimentieren heute mit reduzierten Arbeitszeiten – teils mit großem Erfolg. Nicht ohne Grund. Schließlich wissen wir aus Wissenschaft und Praxis, dass es viele gute Gründe gibt, die Arbeitszeit abzusenken und klar zu begrenzen. Fünf finden Sie hier:

  1. Wer weniger arbeitet, bleibt gesund: Dauerhaft viel Arbeit bedroht unsere Gesundheit. Negativer Stress schwächt unsere Immunabwehr. Und nicht nur das. Die Zahl psychischer Erkrankungen explodiert seit einigen Jahren geradezu. Das Gegenmittel ist einfach: weniger arbeiten. Die Zahl der Erkrankungen geht deutlich nach unten, wenn die Arbeitsstunden dauerhaft sinken.
  1. Begrenzte Arbeitszeit fördert die Kreativität: Wer sich dauerhaft überlastet fühlt, erstickt auf Dauer seine Kreativität. Da helfen auch Druck und Drohung nichts – das entfacht bestenfalls Strohfeuer. Wer wirklich Neues will, muss seinen Mitarbeitern deshalb Freiraum geben. Luft zum durchatmen, Abstand, um eine neue Perspektive gewinnen zu können. Das schafft den nötigen Rahmen für neue Ideen.
  1. Wer Zeit hat, entfaltet sein Potenzial: Wir sprechen viel über Potenzialentfaltung. Aber im Alltag bleiben dafür meist weder Zeit noch Raum. Wer nur drei oder vier Tage pro Woche arbeitet, hat mehr Zeit, seine Talente auszuleben. Das befruchtet den Geist und macht resilient. Beides befördert im Umkehrschluss Produktivität und Kreativität im Büro.
  1. Resultate statt Präsenz: Viel Arbeiten – das meint vor allem viel Präsenz. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch effektiv arbeiten. Oft ist eher das Gegenteil der Fall. Um so besser ist es, die Leistung nach Ergebnissen zu messen, anstatt die geackerten Stunden zu zählen. Das befördert die Effizienten, die nach geleisteter Arbeit die anderen Seiten des Lebens genießen können. Und dem Unternehmen nützt es auch.
  1. Glück gegen Stress: Stress ist Teil vieler Jobs – kaum zu ändern. Um so mehr Grund, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu befähigen, positiv mit Stress umzugehen. Da hilft vor allem mehr Freizeit. Menschen, die ausreichend Zeit für Familie, Freunde, Sport und andere schöne Dinge haben, sind ausgeglichener und glücklicher. Das beseitigt den Stress nicht, aber setzt ihn in einer erträgliches Verhältnis. Gut für alle. Schließlich sind gelassene Mitarbeiter viel wertvoller als gestresste!

Über Nicola Fritze

Nicola Fritze ist erfolgreiche Rednerin, Trainerin, Podcasterin und Buchautorin zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Motivation. Die Pädagogin ist zudem gefragte Beraterin für Unternehmen zu strategischen Fragen der Mitarbeitermotivation. Ihr Buch „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“ ist seit 2013 auf dem Markt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nicolafritze.de.